Kein Zutritt für Tätowierte – nach Angaben einer Seite auf Facebook, sollen es Tätowierte bald besonders schwer haben
Wir erhielten einige Anfragen zu einem Statusbeitrag, welcher auf Facebook geteilt wird.
So soll es ab 1. Februar 2018 ein Tattoo-Verbot in Gaststätten geben – also Tätowierten soll der Zutritt zu Clubs und anderen Gaststätten verwehrt werden, eben weil sie tätowiert sind.
Und es kommt noch besser: Tätowierte Menschen, die in der Gastronomie arbeiten, werden mit dem 1. Februar sogar fristlos entlassen.
Kann das denn stimmen??

Bild im Klartext:
TATTOO-VERBOT IN GASTSTÄTTEN ab 1. Februar 2018
Nach dem Rauch-Verbot folgt nun ein Tattoo-Verbot in Gaststätten und Diskotheken.
Künftig erhalten Tätowierte keinen Einlass mehr in Gaststätten und Clubs, da es immer wieder zu Schlägereien kam, die durch Tätowierte verursacht wurden.
Außerdem konnten normale Menschen kaum noch ihr Bier genießen, weil beim Anblick der Tätowierten ein regerechter Brechreiz verursacht wurde.
Allerdings gibt es auch Tätowierte, die in der Gastronomie arbeiten, diese werden ab dem 1. Februar fristlos entlassen.
Alles nur erfunden?
Das Nichtraucherschutzgesetz soll Nichtraucher vor dem Passivrauchen schützen. So darf man zum Beispiel seit 01. Juli 2008 bundesweit in vielen Gaststätten nicht mehr rauchen. Stand September 2017 (Quelle: Wikipedia) gilt ein generelles Rauchverbot für Gaststätten und Kneipen in den 3 Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und im Saarland, in den restlichen 13 Bundesländern gelten grundsätzlich Ausnahmeregelungen für Nebenräume in Gaststätten und für Einraumkneipen unter 75 m². Die Auslegung dieser Ausnahmen kann sich zwischen diesen Bundesländern im Detail geringfügig unterscheiden, so schreibt zum Beispiel Hamburg als einziges Bundesland eine Luftschleuse für Raucherbereiche vor, und in manchen Bundesländern darf in Raucherkneipen kein aufwendig zubereitetes Essen serviert werden. Aber gibt es auch tatsächlich so etwas wie ein “Tattoo-Verbot”?
Vor was möchte man Nicht-Tätowierte schützen? Auch kann nicht bewiesen werden, dass die meisten Schlägereien auch wirklich von Tätowierten provoziert und ausgetragen werden. Abgesehen davon, dass “normale” Menschen beim Anblick Tätowierter angeblich würgen müssen sollen…
Recherchiert man, findet man natürlich keine weiteren Medienberichte, die belegen würden, dass es ein “Tattoo-Verbot” in Gaststätten geben wird.
Warum?
Weil es sich um SATIRE handelt!
Sieht man sich die Facebook-Seite genauer an, die dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat, wird man schnell erkennen, dass es sich hier um frei Erfundenes handelt.

Unter dem Reiter Info erhalten wir im Impressum nämlich folgende Information:
Empfohlen von Dr. S. Atire und den Professoren der Satirologie.
Hier will uns nur jemand mit kuriosen Geschichten unterhalten, die natürlich kaum bis gar keinen Wahrheitsgehalt haben.
Ergebnis:
(Zum Glück) gibt es ein solches Verbot (noch) nicht!
Wäre auch zu schade, wenn man als tätowierter Mensch seine Kunst nicht mehr öffentlich herzeigen dürfte.
Denn wir hier im Mimikama-Büro haben uns natürlich mit dem Motiv ganz besonders viel Mühe gegeben:

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

