Das Video zeigt Menschen beim Randalieren in einer H&M-Filiale – jedoch sind dies keine Flüchtlinge.
Wir erhielten einige Anfragen zu einem Video, das Menschen zeigt, die in einem Bekleidungsgeschäft Ständer umwerfen und randalieren.
Es geht dabei um diesen Statusbeitrag:
Dazu lassen sich einige Kommentare finden, die suggerieren, dass es sich um Flüchtlinge bzw. Migranten in Deutschland handeln würde:
Der Faktencheck:
Es handelt sich NICHT um Flüchtlinge in Deutschland.
Diese Menschen randalierten Anfang des Jahres in Südafrika. Laut der Welt demonstrieren sie aufgrund eines Werbefotos, auf dem ein dunkelhäutiger Junge einen Kapuzenpullover mit der Aufschrift „Coolster Affe im Dschungel“ trägt.
Daraufhin wurden Filialen des Konzerns in Südafrika verwüstet. H&M schloss seine Filialen dort daraufhin kurzfristig. H&M teilte mit, dass bei der Demonstration keine Kunden oder Mitarbeiter verletzt worden sind. Die Sicherheit dieser gehe aber vor. Die Filialen wurden kurz darauf unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen wieder eröffnet.
H&M zog das Bild zurück und entschuldigte sich. „Das Unternehmen glaube stark daran, dass Rassismus und Vorurteile, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, inakzeptabel seien.”
Ergebnis:
Das Video wurde aus dem Kontext gerissen und ohne Hintergrundinformationen auf Facebook geteilt.
So entsteht ein aktueller und lokaler Eindruck, dass sich die Szene, die sich in dem Video bot, erst kürzlich in Deutschland zugetragen habe.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
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