Drei Walnüsse für den Hund?!

Grüne Walnüsse können für Hunde gefährlich sein. Erfahren Sie bei Mimikama, warum der Pilz Penicillium crustosum eine tödliche Gefahr darstellt

Stimmt es, dass grüne Walnüsse für Hunde schwer toxisch sein können?

Immer wieder erhalten wir Anfragen zu diesem Bild:

 

Screenshot by mimikama.org
Screenshot by mimikama.org

Tödliches Spiel mit Walnüssen

Für Hunde kann es tödlich enden mit grünen Walnüssen zu spielen. Auf der grünen Hülle siedelt oftmals unsichtbar der Pilz Penizillium crustosum. Der Wirkstoff im Pilz heisst Roquefortin C, ist mit Strychnin vergleichbar und hat eine stark neurotoxische Wirkung.

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Der Faktencheck

Mimikama Kollegin Anke ist Tierärztin und weiß die Antwort:

Kurz und knapp – JA!

Wenn die grüne Hülle der Walnüsse mit diesem Pilz besiedelt ist, dann schon.

Dieser Pilz, der zu den Schimmelpilzen gehört, bildet ein Gift, das schon in kleinen Mengen hoch neurotoxisch ist. [1]

Die Walnuss und auch die Schwarznuss an sich, also geschält, ohne Hülle und Schale, sind nicht giftig für Hunde. [2]

Der Pilz, der die Schale befällt, heißt Penicillium crustosum und gehört zu den Pinselchenpilzen.

Er wächst meist blau-gün, muss aber nicht immer sichtbar sein und ist einer der häufigsten Pilze, die zum Verderben von Lebensmitteln beitragen.
Das Gift dieses Pilzes, das Roquefortin C, ist stark neurotoxisch und wirkt tatsächlich ähnlich wie das Schwiegermüttergift, Strychnin. [3]

Dieses Pilzgift ist ein Grund, warum man Hunde nicht mit Walnüssen, aber auch Kastanien, Eicheln ect spielen lassen sollte.
Ein weiterer wichtiger Grund ist die Möglichkeit, dass Hunde diese „Spielzeuge“ schnell im Ganzen verschlucken und dann einen Darmverschluss erleiden können.

Jedes Jahr darf ich einige Nüsse und Kastanien aus Hundedärmen entfernen, damit die Tiere überleben und das klappt leider auch nicht immer, daher auf das gefährliche Spiel mit Eicheln, Walnüssen und Kastanien verzichten und dem Hund ab und an lieber mal eine Walnuss mitknacken und die Nuss selber füttern.

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