Ab März 2019: Hautärmel für Tattoos in Pflegeberufen?

Tattoos in Pflegeberufen sind kein Problem. Mimikama entlarvt das satirische Meme und liefert die richtigen Informationen zu dieser Fehlinformation

Woran erkennt man Fake News zuverlässig? Antworten finden Sie im Leitfaden Fake News erkennen.

„Wer tätowiert ist, kann nicht seriös sein“, so denken manche Leute. Sollen Tattoos in Pflegeberufen nun verdeckt werden?

So behauptet zumindest ein Meme:

Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org

„Ab 1. März 2019 Pflicht
Hautärmel in Pflegeberufen. Tattoos dürfen nicht sichtbar sein.“

Die Quelle

Auf dem Meme selbst ist der Urheber nicht vermerkt, es könnte also jede/r erstellt haben. Wir fanden die Quelle allerdings trotzdem:

https://www.facebook.com/Keinetattoos/photos/a.1607854606115623/2336962049871538/?type=3&theater

Es stammt von der Facebook-Seite „Tattoofrei – Es ist schön, keine Tattoos zu haben„. Dabei handelt es sich um eine Satireseite, welche mit dem früheren Klischee spielt, dass nur Kriminelle Tattoos haben.
Auch auf der Info der Seite ist der satirische Charakter erkennbar:

Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org

„Empfohlen von Dr. S. Atire und den Professoren der Satirologie.“

Mimikama-Club - Communitybereich fuer Steady-Unterstuetzer:innen

Schon 2015 war es Satire

Damals wurde ein ähnliches Meme, nur mit einem anderen Bild, verteilt, worüber wir auch berichteten. Damals war es „Die PARTEI“, welche das Meme erstellte. „Die PARTEI“ ist eine 2004 von Redakteuren des Satiremagazins Titanic gegründete deutsche Kleinpartei mit parodistischem Charakter.

Fazit

Nein, Tätowierte in Pflegeberufen müssen keine Hautärmel tragen, es handelt sich um Satire. Wie uns 2015 auch schon ein Experte mitteilte, dürfte dies auch gar nicht sein, aus Hygienegründen dürfen Pflegekräfte nichts Langärmeliges tragen.


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)