📖Wie kommt es zu Betrug auf Plattformen wie eBay oder Vinted? Antworten finden Sie im Leitfaden E-Commerce-Betrug.
Eine angebliche Mail von Amazon lockt Nutzer aus Österreich und Deutschland in verschiedene Fallen!
So sieht die Mail aus:
Screenshot: mimikama.org
„Guten Tag,
wegen einer Gesetzesänderung sind wir verpflichtet Ihre Adressdaten sowie Ihre Zahlungsdaten zu überprüfen und eventuell zu aktualisieren.
Hierzu bitten wir Sie ihre Adress- und Zahlungsdaten in einem kurzen Datenabgleich zu bestätigen.
Ein wichtiger Hinweis: Die eingegebenen Informationen müssen die der hinterlegten Daten entsprechen.“
Wenn man den Link in der Mail anklickt oder antippt, um die augenscheinliche Verifizierung zu starten, geraten Nutzer in Österreich und Deutschland auf je verschiedene Seiten.
Österreich:
Hier kommen die Nutzer auf eine Seite, do so gar nichts mit Amazon zu tun hat:
Screenshot: mimikama.org
Man kommt auf eine nachgemachte News-Seite, die scheinbar einen redaktionellen Inhalt hat, jedoch nur ein Lockmittel darstellt.
Im Artikel finden sich immer wieder Links zu einer Bitcoin-Plattform, welche die beiden Kommilitonen angeblich gegründet und bei „Höhle der Löwen“ vorgestellt haben.
Dies ist allerdings frei erfunden!
Beim Klick auf einen der Links kommen die Nutzer auf eine dubiose Plattform, welche schnelles Geld ohne Vorkenntnisse verspricht:
Screenshot: mimikama.org
Wir berichten in einem anderen Artikel ausführlich über die dubiosen Bitcoin-Plattformen, von denen dringend abzuraten ist.
Deutschland:
Hier sehen die Nutzer es auf die Daten der Nutzer ab, denn man gerät auf eine nachgebaute Amazon-Seite, auf der wir uns ohne Probleme mit erfundenen Daten einloggen können (woran man übrigens prima eine gefälschte Seite erkennen kann):
Screenshot: mimikama.org
Nach dem Einloggen möchten die Betrüger dann auch noch die kompletten Namen, Adressen und Kreditkartendaten der Nutzer.
Mit diesen Daten können die Betrüger dann nach Herzenslust auf Amazon einkaufen, die Nutzer bleiben dann auf den Rechnungen sitzen.
Fazit
Bei verdächtigen Mails ist es ratsam, sich immer direkt auf der Internetseite eines Unternehmens einzuloggen, anstatt einen Link in einer Mail zu klicken! Zudem sollte auf dem Computer eine Sicherheitssoftware installiert sein, die solche Seiten erkennt und automatisch den Zugriff darauf verhindert.
Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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