Künftig sollen Gaffer als Straftäter eingestuft werden, denn immer wieder werden Polizei und Rettungskräfte durch ungebetene Zaungäste behindert.
Gaffer im Fokus: Wie der ZDF via Facebook berichtet, schützt bislang das Strafrecht nur lebende Menschen vor entwürdigenden Bildern.
Ganz anders verhält es sich bei Bildern von Toten, die etwa Opfer von Verkehrsunfällen oder Gewaltverbrechen geworden sind. Solche Aufnahmen werden bis jetzt nur als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht gewertet.
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Das soll sich nun ändern:
Wer auf die Idee kommt, Unfall-Tote zu fotografieren, soll künftig als Straftäter eingestuft werden. Das heißt, es können Geldstrafen und Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren drohen.
Das Bundeskabinett hat hierfür bereits einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen:
„Es handelt sich um Personen, die ihr Leben gelassen haben. Es ist mir unbegreiflich, wie sich Menschen an Bildern davon ergötzen können“,
so Christine Lambrecht, Justizministerin (SPD). [Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung]
Auch wir hatten in der Vergangenheit immer wieder über Behinderung durch Gaffer berichtet. Rettungskräfte kämpfen mit der zunehmenden Erschwernis durch Gaffern.
Gegafft wurde zwar schon immer, doch früher hatte nicht jeder sofort eine Handykamera parat. Schnell finden sich Videos und Fotos von Opfern auf sozialen Medien wieder.
Schocktherapie für Gaffer:
Ende Mai hatten wir von Stefan Pfeiffer berichtet. Er ist Einsatzleiter der Verkehrspolizei Feucht und kennt Gaffer, die nicht nur illegal sogar langsamer fahren, um ein Foto zu erhaschen, sondern manchmal sogar am Seitenstreifen halten und teilweise mit beiden Händen filmen.
Er forderte mehrere dieser Fahrer zum Aussteigen auf und bot ihnen an, sich die Leiche des LKW-Fahrers direkt anzusehen und zu fotografieren. Niemand der Gaffer ging auf das Angebot ein. 128,50 Euro waren von jedem Fahrer fällig, der durch das langsame Fahren und Fotografieren/Filmen den fließenden Verkehr beeinträchtigte und teilweise auch gefährdete.
Weitere Quellen: NOZ, Stern
Artikelbild: Shutterstock / Von Eugen Thome
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