Fake: Der Mann, der Mücken mit Flatulenzen tötet

Achtung: Mimikama warnt vor einer absurd falschen Geschichte über einen Ugander, der Mücken mit Blähungen tötet – diese Erzählung ist völlig unbegründet

💬Woran erkennt man Fake News zuverlässig? Antworten finden Sie im Leitfaden Fake News erkennen.

International verbreitet sich diese Geschichte, doch ist nichts daran wahr!

The article is also available in English: Fake: The man who kills mosquitoes with flatulences

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

So soll ein Mann aus Uganda namens Joe Rwamirama ganz besondere Blähungen haben: Seine Flatulenzen beinhalten angeblich ein für Mücken tötliches Gas, welches sogar über mehrere Kilometer wirkt und Mücken von seinem Dorf fernhält. Das verhindert nicht nur lästige Mückenstiche, sondern hält sein Dorf auch frei von Malaria. Nachdem „The Sun“ und „BBC“ bereits darüber berichteten, hat sogar der „Stern“ die Story aufgegriffen, über die „Talk of Naija“ zuerst berichtet haben soll.

Der Mann, der angeblich Mücken mit seinen Gasen töten kann
Der Mann, der angeblich Mücken mit seinen Gasen töten kann

Die erste Quelle

Jedoch war „Talk of Naija“ nicht die erste Seite, die über den Mann mit den für Mücken tödlichen Ausdünstungen berichtete, sondern eine Seite namens „Ihlaya News (npas)„.

Bei einem so seltsamen Namen für eine Nachrichtenseite macht es manchmal Sinn, einfach einen Translator zu bemühen, denn dann kommt man schon auf die richtige Spur:

Ihlaya = Ein Witz
Ihlaya = Ein Witz

Wenn man nun noch einen Blick auf die anderen Artikel der Seite wirft – „Frau feiert ihre 100ste Abtreibung„, „Baby mit 3 Penissen geboren„, „Homophober Mann fragt sich, ob er schwul ist“ – wird es noch verdächtiger.

Doch der beste Hinweis ist der Header der Seite:

Eine Satireseite
Eine Satireseite

Das Wort „Parodie“ kennen wir auch hierzulande, der komplette Untertitel „nuusparodie waarvan jy hou“ ist Afrikaans und bedeutet soviel wie „Nachrichtenparodien, die du magst“.

Fazit

So amüsant es auch klingt, dass Wissenschaftler den Mann nun untersuchen wollen, um aus seinen Flatulenzen ein wirksames Mittel gegen Mücken produzieren zu können: Es gibt ihn gar nicht.

Es handelt sich also um einen reinen Satireartikel einer Satireseite.

Auch interessant:

Artikelbild: Shutterstock / Von Amplion


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)