Verstorbene Senioren in Altenheimen gefunden

Aktuelle Ereignisse in Altenheimen weltweit werden von Mimikama aufgearbeitet. Informieren Sie sich über die Hintergründe und Entwicklungen …

→Warum richten sich viele Betrugsversuche gezielt an ältere Menschen? Antworten finden Sie im Leitfaden Senioren-Betrug.

In Spanien und Kanada wurden mehrere verstorbene Senioren in Altenheimen gefunden. In beiden Fällen laufen die Ermittlungen.

Verstorbene Senioren in verlassenen Altenheimen gefunden

In Spanien finden Soldaten während einer Desinfektion mehrer Altenheime tote Senioren in ihren Betten.
In Kanada kam die Belegschaft größtenteils nicht mehr zur Arbeit und die Versorgung der Bewohner brach zusammen.

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Seit einigen Tagen erreichen uns Anfragen zu einem sehr traurigen Thema. Es geht dabei um Altenheime in Spanien und Kanada, in denen verstorbene Senioren aufgefunden worden sein sollen. In einem Fall sollen sogar die Pflegekräfte aus Angst vor dem Coronavirus nicht mehr zur Arbeit gekommen sein.

Der Faktencheck

Wenden wir uns zunächst Spanien zu. Laut n-tv fanden spanische Soldaten Ende März 2020 während der Desinfektion von Altenheimen im Zuge der Coronakrise in mehreren Residenzen tote Senioren. Unter Berufung auf die Militärische Nothilfeeinheit UME hatten spanische Medien berichtet, dass die Leichen offensichtlich länger unbemerkt geblieben seien.

Verkehrsminister José Luis Ábalos bestätigte anschließend auf einer Pressekonferenz in Madrid die Berichte und verkündete, die Staatsanwaltschaft werde Ermittlungen aufnehmen. Verteidigungsministerin Margaria Robles sagte via TV-Sender Tele5, man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände in den Heimen „unerbittlich vorgehen“. Publico zufolge habe es am 23.3.2020 zwei bestätigte Fälle verstorbener Senioren gegeben.

Auch der Vorfall im kanadischen Altenheim trifft leider zu. Laut Tagesschau waren innerhalb weniger Wochen [Stand 18.4.2020] 31 Menschen gestorben, nachdem viele Pflegekräfte aus Angst vor dem Coronavirus nicht mehr zur Arbeit gekommen waren und die Versorgung der Bewohner zusammenbrach. Am Ende waren nur zwei Pflegekräfte in dem Heim gewesen, um die 130 Bewohner zu versorgen.

Die kanadischen Behörden untersuchen nun die Todesumstände der Senioren, man gehe aber von grober Fahrlässigkeit aus. Fünf der Heimbewohner waren laut offiziellen Angaben an COVID-19 gestorben. Die Todesursache der 26 anderen Menschen soll nun ein Gerichtsmediziner klären. Das als luxuriöse Seniorenwohnanlage beworbene Heim wird von einem Immobilienunternehmen betrieben. Laut Francois Legault, Premierminister von Québec, sollen alle Geschäftsaktivitäten der Firma untersucht werden.

Fazit:

Leider sind in spanischen sowie kanadischen Altenheime tatsächlich verstorbene Senioren aufgefunden worden. In beiden Fällen laufen die Ermittlungen noch.

Passend zum Thema: Coronavirus: Spekulationen über Bio-Labor in Wuhan

Weitere Quellen: nau.ch, La Vanguardia, BR24, The New York Times, Spiegel Online
Artikelbild: Shutterstock / Von Suwin


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)