Roboter-Delfine in Wasserparks

Animatronic-Delfine im Wasserpark? Ein Roboter könnte künftig echte Delfine aus ihrer Gefangenschaft befreien – ein Prototyp wurde bereits getestet.

Animatronic-Delfine im Wasserpark? Ein Roboter könnte künftig echte Delfine aus ihrer Gefangenschaft befreien – ein Prototyp wurde bereits getestet.

Fernsehstar „Flipper“ begeisterte nicht nur in den 60er Jahren Zuschauer auf der ganzen Welt – noch heute träumen viele Menschen davon, nur einmal mit einem Delfin gemeinsam zu schwimmen und erfüllen sich diesen Traum womöglich in einem Wasserpark. Andere wiederum verzichten darauf aufgrund ethischer Bedenken der in Gefangenschaft lebenden Tiere.

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Wie futurezone berichtet, könnten nun aber künftig Roboter-Delfine die Meeressäuger in Wasserparks ablösen. Das würde die Tiere womöglich aus ihrer Gefangenschaft befreien. Die Duplikate sollen dabei von echten Delfinen kaum zu unterscheiden sein, reagieren auf Fragen und lassen sich von Besuchern berühren. Aber nicht nur Wasserparks interessieren sich für die robotischen Zwillinge. Sie sollen zudem in riesigen Aquarien in Einkaufszentren eingesetzt werden.

Entwickelt werden die Roboter vom US-Unternehmen Edge Innovations in Zusammenarbeit mit einer neuseeländischen Firma. Mitarbeiter sollen schlussendlich die künstlichen Delfine steuern, sodass sie auch bei Fragen von Kindern etwa nicken können. Ein Prototyp wurde bereits fertig gestellt. Er wiegt über 270 Kilogramm.

Ein Test mit mehreren Personen hatte gezeigt, dass der Delfin von einem echten Tier nicht zu unterscheiden ist:

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Laut US-Designer Roger Holzberg könnte dies eine profitable Veränderung in der Wasserpark-Industrie darstellen, die sich seit einem Jahrzehnt mit Umsatzrückgängen konfrontiert sieht. Nicht zuletzt auch aufgrund ethischer Bedenken, die Haltung von echten Walen und Delfinen einzustellen. Holzberg zufolge sei es an der Zeit, der Industrie in neues, menschlicheres Image zu verpassen. Er hatte unter anderem für Walt Disney als Kreativdirektor gearbeitet.

Chinesische Wasserparks zeigen bereits Interesse

Vermutlich könnten die ersten Roboter-Delfine bald in chinesischen Wasserparks zu sehen sein. Wann genau, ist aber noch unklar. Günstig sind sie auf jeden Fall nicht – ein Roboter-Delfin schlägt mit ungerechnet etwa 23 Millionen Euro zu Buche und kostet somit in etwa das Vierfache eines lebendigen Delfins.

Dennoch sei die Investition auf lange Sicht dennoch günstiger als die Haltung echter Tiere, so Li Wang von Edge Innovations. So entfällt beispielsweise das Futter und auch die mühevolle Erhaltung der nötigen Wassertemperaturen. Seinem echten Vorbild jedenfalls würde der Roboter-Delfin auf jeden Fall etwas Gutes tun. So werden Tümmler in Gefangenschaft durchschnittlich in etwa 20 Jahre alt, in der freien Wildbahn hingegen bis zu 50.

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Quelle: futurezone
Artikelbild: Shutterstock / Von Irina No

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