Rufen Sie nicht bei Microsoft an!

Schützen Sie sich vor Betrügern! Lassen Sie sich nicht von Pop-ups zum Anrufen verleiten. Auf Mimikama finden Sie wichtige Infos und Tipps zur Sicherheit

📖Wie funktionieren betrügerische Anrufe im Alltag? Antworten finden Sie im Leitfaden Telefonbetrug.
Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Wie unser Kooperationspartner der Watchlist-Internet berichtet, ist die Betrugsmasche, bei der sich Kriminelle als Microsoft-Angestellte ausgeben und ihre Opfer telefonisch kontaktieren, weitläufig bekannt. Aktuell erhalten Betroffene vermehrt keinen Anruf, sondern werden durch Pop-ups auf ihren Bildschirmen, die die Nutzung des Computers einschränken, zu Anrufen bewegt. Achtung: Nicht anrufen, sonst drohen Geld- und Datenverluste!

Womöglich passiert es auch Ihnen. Sie surfen im Internet, rufen eine Website auf und plötzlich funktioniert nichts mehr. Alles, was Sie sehen, sind wild übereinandergelegte Fenster, die sich von selbst öffnen und Sie vor angeblichen Bedrohungen durch Viren warnen. Wo gerade eben noch eine Website zu sehen war, sehen Sie plötzlich folgendes und werden aufgefordert, eine angezeigte Nummer anzurufen:

Screenshot: Watchlist-Internet / Das Pop-Up forder auf bei Microsoft anzurufen - es handelt sich aber um Scam!
Screenshot: Watchlist-Internet / Das Pop-Up forder auf bei Microsoft anzurufen – es handelt sich aber um Scam!

Besonders gemein an der Masche: Wenn die Pop-ups mal auf Ihrem Bildschirm aufgetaucht sind, lassen sie sich nicht durch einfaches Schließen entfernen. Stattdessen werden sie immer im Vordergrund angezeigt und lassen den Anruf bei der angezeigten Nummer alternativlos erscheinen.

Was passiert nach einem Anruf?

Wenn Sie die Nummer wählen, landen Sie nicht bei Microsoft! Die Person, die abhebt und Ihren Anruf entgegennimmt, ist kriminell und versucht Ihnen Geld und Daten zu stehlen. Man liefert Ihnen erfundene Beweise, um Ihr Vertrauen zu gewinnen und versucht dann durch Software wie Anydesk oder Teamviewer, auf Ihren Computer zuzugreifen. Lassen Sie dies nicht zu und legen Sie sofort wieder auf.

Wie lassen sich die Fenster schließen?

Wenn sich Ihr Bildschirm mit Pop-ups füllt und Sie nichts mehr machen können, weil alle Bedienflächen von Pop-ups verdeckt wurden, betätigen Sie in einem ersten Schritt die Tasten „alt+F4“, um Ihren Internetbrowser zu schließen (Die Tasten finden Sie in der untersten Reihe neben der Leertaste sowie in der obersten Reihe Ihrer Tastatur.).

Hilft das nichts, drücken Sie die Tasten „Strg+alt+entf“ zugleich, um den Task-Manager aufzurufen (Die Taste „Strg“ heißt womöglich „Ctrl“ und befindet sich links unten auf Ihrer Tastatur. Der „Entf“-Knopf heißt womöglich „Del“ oder „Delete“ und befindet sich entweder knapp über oder knapp neben der Entertaste.). Wenn sich der Task-Manager öffnen lässt, beenden Sie mit der rechten Maustaste den Prozess Ihres Browsers (z.B. Edge, Chrome, Firefox, Internet-Explorer etc.)

Hilft auch das nicht, so drehen Sie Ihr Gerät ab. Lässt sich dies nicht über die Tastenkombination „Strg+alt+entf“ erreichen, drücken Sie lange auf den Power-Knopf Ihres Geräts, bis es heruntergefahren wird. Spätestens jetzt sollten Sie Ihr Gerät wieder starten und benützen können.

Sie haben schon angerufen?

Wenn Sie den betrug nicht rechtzeitig erkannt haben, entfernen Sie sofort die Programme, die beim Telefonat auf Ihrem System installiert wurden. Zusätzlich ist eine Neuinstallation Ihres Computers ratsam, um sichergehen zu können, dass keine unbemerkt installierte Schadsoftware mehr auf Ihrem Gerät ist.

Kontaktieren Sie außerdem Ihre Bank. Stoppen Sie durch die Kriminellen ausgelöste Zahlungen und ändern Sie die Login-Daten zu Ihrem Online-Banking. Ist es in Ihrem Fall tatsächlich zu einem Schaden gekommen, so bleibt nur noch der Gang zur Polizei, um polizeiliche Anzeige zu erstatten.

Quelle: Watchlist-Internet

Passend zum Thema: Microsoft Fake-Anrufe > Wenn die Datenbanditen zuschlagen


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)