Rassistische Fälschung: Manipuliertes Video von Daniel Günther sorgt für Aufsehen

Ein manipuliertes Video zeigt fälschlicherweise Daniel Günther bei einem rassistischen Tanz. Faktencheck klärt auf.

Die Behauptung

Ein Video zeigt den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther, wie er nach dem CDU-Bundesparteitag in Berlin zu einer rassistischen Parole tanzt.

Falsch

Das Video ist manipuliert. Im Original tanzen Daniel Günther und Joe Chialo zum Ärzte-Song „Schrei nach Liebe“ und nicht zu einer rassistischen Parole.

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Eine fröhliche Tanzeinlage des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther ist in den sozialen Medien in ein beunruhigendes Licht gerückt worden. Ein manipuliertes Video, das in den sozialen Netzwerken kursiert, zeigt Günther, wie er angeblich zu einer rassistischen Parole tanzt. Ein Blick hinter die Kulissen der vermeintlichen Skandalaufnahme entlarvt das Video jedoch schnell als dreiste Fälschung.

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Gerüchte/Behauptungen über Daniel Günther

Auf der Plattform X (ehemals Twitter) wurde ein Video veröffentlicht, das Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein (CDU), beim Tanzen nach dem CDU-Bundesparteitag in Berlin zeigt. In dem Video ist der Dance-Pop-Hit „L’Amour toujours“ von Gigi D’Agostino zu hören, während im Hintergrund die rassistische Parole „Ausländer raus“ gerufen wird. Ein User kommentierte das Video mit „Daniel Günther – Ausländer raus“, was die Glaubwürdigkeit des Videos noch unterstreichen sollte.

Bewertung

Der Clip ist eindeutig manipuliert. Eine Recherche ergab, dass im Originalvideo Daniel Günther und Joe Chialo, der Berliner Senator für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt, zu dem Lied „Schrei nach Liebe“ der Berliner Punkrockband Die Ärzte tanzen. Diese Information wurde durch eine Rückwärtssuche des Videos und durch einen Bericht der „Hamburger Morgenpost“ vom 8. Mai 2024 bestätigt.

Der Sachverhalt

Eine Bilderrückwärtssuche führte zu einem Bericht der „Hamburger Morgenpost“ vom 8. Mai 2024. Die Zeitung berichtete über ein Video, das Daniel Günther und Joe Chialo zeigt, wie sie zu dem Lied „Schrei nach Liebe“ der Berliner Punkrockband Die Ärzte tanzen.

In einem eingebetteten Post ist zu sehen, dass die ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Claudia Schmidtke das Video am 8. Mai auf der Plattform X geteilt hatte: „Wer arbeitet, kann auch feiern! #Grundsatzprogramm 2024 der @CDU wurde heute auf dem #cdupt24 einstimmig beschlossen“. Im Video tanzen Günther und Chialo zu „Schrei nach Liebe“.

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Mehr Informationen

Das Originalvideo zeigt, dass die Lippenbewegungen der beiden Politiker zum Text des Ärzte-Songs passen. Außerdem ist zu hören, wie Chialo ins Mikrofon schreit, was im manipulierten Video nicht zu hören ist.

Das Lied „Schrei nach Liebe“ wird in den Medien oft als „Anti-Nazi-Hymne“ bezeichnet, während „L’Amour toujours“ von Gigi D’Agostino in letzter Zeit für negative Schlagzeilen sorgte, da das Lied zunehmend von der rechten Szene mit der Parole „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ vereinnahmt wurde. Verschiedene Medien berichteten über diese besorgniserregende Entwicklung, die das ursprüngliche Video weiter verfälschte.

Weitere Informationen

Die Manipulation des Videos könnte auf die zunehmende Vereinnahmung des Liedes „L’Amour toujours“ durch rechtsextreme Kreise zurückzuführen sein. Diese Gruppen nutzen den populären Dance-Pop-Hit, um ihre Botschaften zu verbreiten.

Im Kontext des CDU-Bundesparteitages und der Veröffentlichung des neuen Grundsatzprogramms der Partei erscheint die Manipulation des Videos als Versuch, politischen Schaden anzurichten und ein falsches Narrativ zu schaffen. Solche Manipulationen gefährden nicht nur die Reputation der Betroffenen, sondern auch das Vertrauen in digitale Inhalte und die Verlässlichkeit von Informationen in sozialen Medien.

Mimikama-Tipp

Überprüfen Sie immer die Quellen von Videos und achten Sie auf mögliche Manipulationen, bevor Sie Inhalte teilen oder glauben. Vertrauen Sie seriösen Nachrichtenquellen und nutzen Sie Tools zur Verifizierung von Inhalten. Bleiben Sie informiert und kritisch!

Quelle: dpa

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MIMIKAMA · FAKTENCHECK

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