Die Behauptung
Zwei im Internet kursierende Fotos zeigen angeblich einen Wald mit und ohne CO₂ in der Atmosphäre.
Wahr
Die beiden Fotos haben nichts miteinander zu tun. CO₂ ist wichtig für Pflanzen, aber die vom Menschen verursachten Emissionen haben verheerende Auswirkungen auf die Natur.
Es gibt viele absurde Behauptungen im Internet, besonders wenn es um komplexe Themen wie den Klimawandel geht. Eine solche Falschmeldung zeigt zwei Wald Fotos, die angeblich die Auswirkungen der CO₂-Reduktion auf Wälder zeigen. Diese Darstellung entbehrt jedoch jeglicher Grundlage.
Behauptung auf dem Wald Sharepic
Die kursierenden Fotos zeigen auf der einen Seite einen üppigen, grünen Wald und auf der anderen Seite eine ausgedörrte, karge Landschaft. In den sozialen Medien wird behauptet, dies zeige die Auswirkungen der CO₂-Reduktion auf die Wälder: Ohne CO₂ würden die Wälder verdorren und absterben.

Bewertung
Diese Aussage ist falsch. Die beiden Fotos haben nichts miteinander zu tun. CO₂ ist zwar für das Wachstum von Pflanzen notwendig, aber die Reduktion der durch menschliche Aktivitäten verursachten CO₂-Emissionen ist entscheidend, um die schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern (wir hatten mit Greenkama hier bereits dazu berichtet).
Die Fakten
- Eine Rückwärtssuche in den Bildern bringt die Wahrheit ans Licht: Das Bild des grünen Waldes stammt aus einer Bilddatenbank, während das Bild der kargen Landschaft einen „toten Wald“ in der Nähe des Vulkans Tolbatschik auf der Halbinsel Kamtschatka in Russland zeigt.
- Tolbatschik-Ausbruch: Der Vulkan Tolbatschik brach im Juni 1975 aus und hinterließ eine kilometerlange Aschewüste. Der Ausbruch setzte große Mengen CO₂ frei, was zeigt, dass das Fehlen von CO₂ nicht die Ursache für das Waldsterben war.
- Bildquellen: Die grünen Wälder sind allgemeine Stockfotos und haben keinen direkten Bezug zur CO₂-Diskussion.
- Google Street View: Bilder aus dem Jahr 2015 und spätere Aufnahmen aus den Jahren 2017 und 2018 zeigen, dass sich die Vegetation in der betroffenen Region langsam erholt. CO₂ spielt dabei eine Rolle, allerdings in natürlichen Mengen.
Weiterführende Informationen
Pflanzen brauchen CO₂ zum Wachsen, aber ein erhöhter CO₂-Gehalt in der Atmosphäre hat negative Auswirkungen auf die Umwelt:
- Dürren und Überschwemmungen: Die Zunahme extremer Wetterereignisse ist gut dokumentiert.
- Vegetationsperioden: Verschiebungen in den Wachstumsphasen von Pflanzen können zu Ernteausfällen und anderen Problemen führen.
- Ozeanversauerung: Steigende CO₂-Werte tragen zur Versauerung der Ozeane bei, was das Leben im Meer gefährdet.
- Erdbebenrisiko: Experten warnen vor einem erhöhten Erdbebenrisiko durch den Anstieg des Meeresspiegels.
Quelle: dpa
Mimikama-Tipp
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Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
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