Bild einer russischen Sportlerin erneut missbraucht

Manipuliertes Bild von Jelena Issinbajewa verbreitet irreführende Informationen zu Olympia 2024.

Die Behauptung

Ein Bild der russischen Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa zeigt sie bei den Olympischen Spielen 2024.

Falsch

Issinbajewa hat ihre Sportkarriere 2016 beendet und russische Athleten dürfen 2024 nicht unter russischer Flagge an den Olympischen Spielen teilnehmen. Das Bild wurde manipuliert und mit irreführender Beschriftung verbreitet, um aktuelle LGBTQIA+-feindliche Narrative zu unterstützen.

  • Bildmanipulation: Jelena Issinbajewa beendete ihre sportliche Karriere 2016, das verwendete Foto stammt aus dem Jahr 2013.
  • Ausschluss russischer Athleten: Russische Athleten dürfen bei den Olympischen Spielen 2024 nicht unter ihrer Flagge, sondern nur als neutrale Einzelsportler teilnehmen.
  • Verwendung des Bildes: Das Bild wurde in LGBTQIA+-feindlichen Kreisen instrumentalisiert, um negative Narrative zu verstärken.
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Menschen – während er Olympischen Spiele vor allem Sportlerinnen -, die nicht in ein bestimmtes Weltbild passen, werden oft der Lächerlichkeit preisgegeben. Wirklich lächerlich wird es, wenn die Beleidigungen jeglicher Grundlage entbehren.

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Die Behauptung

LGBTQIA+-feindliche Kreise verwenden gerne Bilder und Aussagen, um ihre Geschichten zu untermauern. Ein aktuelles Beispiel ist die Verbreitung eines Bildes der ehemaligen russischen Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa mit der Bildunterschrift „Stabhochsprung der FRAUEN! Olympia 2024“.

Bild einer russischen Sportlerin erneut missbraucht
Screenshot des in den sozialen Medien verbreiteten manipulierten Bildes

Bewertung

Das Bild ist offensichtlich manipuliert. Die russische Sportlerin Jelena Issinbajewa hat ihre sportliche Karriere bereits 2016 beendet und kann daher nicht an den Olympischen Spielen 2024 teilnehmen. Zudem dürfen russische Sportlerinnen und Sportler aufgrund von Sanktionen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nicht unter russischer Flagge starten.

Die Fakten

Fälschung des Bildes
Das Bild zeigt die Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa bei einem Sprung. Eine Fotorückwärtssuche datiert das Originalbild auf den 13. August 2013, aufgenommen während der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau. Issinbajewa hat ihre sportliche Karriere 2016 beendet und wird daher nicht an den Olympischen Spielen 2024 teilnehmen.

Bild einer russischen Sportlerin erneut missbraucht
Screenshot des Original Fots der Sportlerin

Vergleich von Original und manipuliertem Foto
Vergleicht man beide Bilder, dann fällt auch schnell auf, dass hier – recht plump – eine Manipulation im Genitalbereich vorgenommen wurde. Schon der Farbunterschied zwischen der Hose und dem eingefügten Teil mit männlichem Glied und Hoden, zeigt, dass hier eine Nachbearbeitung vorliegen muss.

Bild einer russischen Sportlerin erneut missbraucht
Ausschnitt aus dem manipulierten Bild

Weitere Bilder und Videos von Jelena Issinbajewa
Zusätzlich zeigt eine weitere Recherche, dass zum Beispiel auf ihrem Instagram-Account und im Video der Leichtathletik-WM in Moskau überall deutlich zu sehen ist, dass die Sportlerin keinerlei männliche Geschlechtsmerkmal aufweist.

Ausschluss russischer Athleten
Seit der Suspendierung Russlands durch das IOC dürfen russische und weißrussische Athletinnen und Athleten nur unter strengen Auflagen und nicht unter ihrer Landesflagge an Olympischen Spielen teilnehmen. Im Jahr 2024 werden 15 russische Athleten als Individuelle Neutrale Athleten (INA) an den Start gehen, nachdem sie eine Genehmigung des IOC erhalten haben.

Instrumentalisierung durch LGBTQIA+-feindliche Kreise
Die Manipulation des Bildes von Issinbajewa ist nicht das erste Beispiel für die Instrumentalisierung von Sportlern durch LGBTQIA+-feindliche Kreise. Die südafrikanische Leichtathletin Caster Semenya und die amerikanische Schwimmerin Lia Thomas wurden bereits Opfer ähnlicher Kampagnen.

Weiterführende Informationen

Die Fälschung des Bildes von Jelena Issinbajewa zeigt, wie gezielt und planvoll gewisse Kreise manipulierte Informationen verbreiten, um ihre Agenda zu unterstützen. Issinbajewa selbst hat sich nie für die Rechte von trans Sportlern eingesetzt und galt lange als enge Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Ihr Umzug nach Spanien und die Erteilung einer EU-Aufenthaltserlaubnis waren heftig umstritten.

Die Stabhochsprung-Wettbewerbe finden desweiteren auch erst am 05. August 2024 statt, das Foto kreist aber bereits seit Ende Juli durch die sozialen Medien.

Fragen und Antworten

Frage 1: Was zeigt das Originalbild der russischen Sportlerin Jelena Issinbajewa?
Antwort 1: Das Originalbild zeigt Jelena Issinbajewa bei einem Sprung während der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2013 in Moskau.

Frage 2: Dürfen russische Sportlerinnen und Sportler an den Olympischen Spielen 2024 teilnehmen?
Antwort 2: Russische Athleten dürfen nicht unter ihrer Flagge teilnehmen, sondern nur als neutrale Einzelathleten, nachdem sie vom IOC eine Genehmigung erhalten haben.

Frage 3: Warum wurde das Foto von Jelena Issinbajewa manipuliert?
Antwort 3: Das Bild wurde manipuliert, um LGBTQIA+-feindliche Narrative zu unterstützen und negative Stereotypen zu verstärken.

Frage 4: Wann hat Jelena Issinbajewa ihre Sportkarriere beendet?
Antwort 4: Jelena Issinbajewa beendete ihre Sportkarriere im Jahr 2016.

Frage 5: Welche Sportlerin wurde ebenfalls Opfer ähnlicher Kampagnen?
Antwort 5: Die südafrikanische Leichtathletin Caster Semenya und die amerikanische Schwimmerin Lia Thomas wurden ebenfalls Opfer ähnlicher Kampagnen.

Fazit

Das Bild von Jelena Issinbajewa wurde manipuliert, um aktuelle LGBTQIA+-feindliche Narrative zu verstärken. Die ehemalige Sportlerin beendete 2016 ihre Karriere und russische Athleten dürfen 2024 nicht unter ihrer Flagge an den Olympischen Spielen teilnehmen. Solche Fälschungen dienen dazu, Fehlinformationen zu verbreiten und negative Stereotype zu verstärken.

Quelle: dpa

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