Nein, der Kollaps des gesamten Golfstroms war kein Messfehler – die Verlangsamung bleibt real

Eine irreführende Aussage zur Stabilität des Golfstroms sorgt für Verwirrung. Die Fakten zeigen: Der Klimawandel bleibt eine ernsthafte Bedrohung.

Die Behauptung

„Der Kollaps des Golfstroms war ein Messfehler, und wir können aufatmen.“
Diese Aussage, die sich auf eine vermeintliche Fehleinschätzung von Messdaten bezieht, wird derzeit in sozialen Medien verbreitet.

Falsch

Die Behauptung, dass der Golfstrom-Kollaps nur ein Messfehler war, ist falsch und verwirrend.
Es ging nur um den Florida-Strom, eine kleine Strömung im Golfstrom, nicht um den gesamten Golfstrom oder das wichtige Strömungssystem im Atlantik (AMOC). Der Klimawandel ist weiterhin eine ernste Gefahr.

Kurze Faktenübersicht:

  • Nur der Florida-Strom war betroffen: Die Studie hat einen Fehler bei den Messungen des Florida-Stroms korrigiert. Diese Korrektur sagt aber nichts über den gesamten Golfstrom oder das größere Strömungssystem (AMOC) aus.
  • Die AMOC verlangsamt sich trotzdem: Auch wenn die Messungen des Florida-Stroms jetzt richtig sind, zeigen viele Studien, dass sich die Atlantische Umwälzströmung, zu der der Golfstrom gehört, durch den Klimawandel verlangsamt.
  • Kein Messfehler für den ganzen Golfstrom: Die Verlangsamung des Golfstroms ist ein echter Trend und nicht nur ein Messfehler. Klimaveränderungen sind weiterhin bedenklich.
  • Zukunftsrisiken bleiben: Wissenschaftler warnen immer noch davor, dass eine Verlangsamung der AMOC zu gefährlichem Wetter und einem steigenden Meeresspiegel führen kann.

Bewertung: Die Behauptung ist falsch. Es wurde nur eine kleine Messung korrigiert, und die Gefahren durch den Klimawandel bleiben bestehen.

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Die Golfstrom-Kontroverse: Faktencheck

In sozialen Medien wird behauptet, der Kollaps des Golfstroms sei ein bloßer Messfehler. Die Aussage basiert auf einer fehlerhaften Interpretation einer wissenschaftlichen Studie, die kürzlich in Nature Communications veröffentlicht wurde. Doch wer genauer hinsieht, erkennt, dass es sich dabei um eine gezielte Fehlinterpretation handelt, die falsche Hoffnungen weckt.

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Es handelt sich um diese Behauptung: „Die drastische Verlangsamung des Golfstroms, dessen vorhergesagter Kollaps…“

Screenshot: Facebook mit "Nein, der Kollaps des gesamten Golfstroms war kein Messfehler – die Verlangsamung bleibt real"
Screenshot Facebook

„Hurra! Wir können aufatmen! Die drastische Verlangsamung des Golfstroms, dessen vorhergesagter Kollaps zum jüngsten Gericht und zum Aussterben der Menschheit führen wird, war ein Messfehler. Die Geschwindigkeit des Golfstroms wird über Induktionsfeldänderungen in Tiefseekabeln gemessen. Leider bewahrheitete sich der alte Spruch, wer misst, misst Mist.
Man vergaß dabei, den Einfluss des sich verändernden Erdmagnetfeldes in der Messung zu berücksichtigen. Das Ergebnis ist jetzt, dass der Golfstrom seit Beginn der Aufzeichnungen völlig konstant läuft. Die gute Nachricht über das Überleben der Menschheit wird sicher auch in allen Qualitätsmedien breit berichtet! Davon bin ich überzeugt!“

Mit dieser Aussage soll suggeriert werden, dass die Gefahr eines Kollapses des Golfstroms nur auf einem Messfehler beruht und alles in Ordnung sei.

Dabei wird ein Fehler in den Messungen des Florida-Stroms, einer kleinen Teilströmung des Golfstroms, fälschlicherweise auf den gesamten Golfstrom übertragen. In Wirklichkeit zeigen Studien, dass sich der Golfstrom und die Atlantische Umwälzströmung (AMOC) durch den Klimawandel verlangsamen. Die Behauptung verharmlost also die tatsächlichen Risiken, indem sie einen kleinen Messfehler überdramatisiert.


Behauptung 1: „Hurra! Wir können aufatmen! Die drastische Verlangsamung des Golfstroms, dessen vorhergesagter Kollaps zum jüngsten Gericht und zum Aussterben der Menschheit führen wird, war ein Messfehler.“

Faktencheck: Falsch. Der Messfehler betraf nur den Florida-Strom, nicht den gesamten Golfstrom oder die Atlantische Umwälzströmung (AMOC). Der Klimawandel bleibt eine reale Bedrohung für das globale Klimasystem.


Behauptung 2: „Die Geschwindigkeit des Golfstroms wird über Induktionsfeldänderungen in Tiefseekabeln gemessen.“

Faktencheck: Irreführend. Diese Methode wird nur für den Florida-Strom, eine Unterströmung des Golfstroms, verwendet, nicht für den gesamten Golfstrom.


Behauptung 3: „Leider bewahrheitete sich der alte Spruch, wer misst, misst Mist.“

Faktencheck: Irreführend. Die Messmethode selbst ist nicht fehlerhaft, sondern die fehlende Berücksichtigung des Erdmagnetfeldes führte zu falschen Ergebnissen beim Florida-Strom.


Behauptung 4: „Man vergaß dabei, den Einfluss des sich verändernden Erdmagnetfeldes in der Messung zu berücksichtigen.“

Faktencheck: Falsch. Der Einfluss des Erdmagnetfeldes wurde bei den früheren Messungen des Florida-Stroms tatsächlich nicht korrekt berücksichtigt. Dies wurde jedoch inzwischen korrigiert.


Behauptung 5: „Das Ergebnis ist jetzt, dass der Golfstrom seit Beginn der Aufzeichnungen völlig konstant läuft.“

Faktencheck: Falsch. Die Korrektur betrifft nur den Florida-Strom. Es gibt weiterhin Hinweise darauf, dass der Golfstrom und die AMOC sich verlangsamen, was durch den Klimawandel verursacht wird.

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Behauptung 6: „Die gute Nachricht über das Überleben der Menschheit wird sicher auch in allen Qualitätsmedien breit berichtet!“

Faktencheck: Irreführend. Die Studie stellt keine dramatischen Aussagen über das Überleben der Menschheit auf, sondern bezieht sich nur auf technische Korrekturen der Florida-Strom-Messungen. Die Risiken durch den Klimawandel bleiben bestehen.


Behauptung 7: „Davon bin ich überzeugt!“

Faktencheck: Irreführend. Subjektive Überzeugungen spiegeln nicht die wissenschaftlichen Fakten wider. Die langfristigen Risiken durch den Klimawandel und die Verlangsamung der AMOC sind weiterhin ernst zu nehmen.


Fazit zum Thema Golfstrom und Messfehler

Irreführende Aussagen wie „Der Golfstrom-Kollaps war ein Messfehler“ verzerren die Realität und verharmlosen die Risiken des Klimawandels. Es ist wichtig, sich auf fundierte wissenschaftliche Fakten zu stützen und Behauptungen kritisch zu hinterfragen. Die Korrektur der Florida-Strom-Messungen sagt nichts über den Zustand des gesamten Golfstroms oder der Atlantischen Umwälzströmung (AMOC) aus. Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Meeresströmungen bleiben real und besorgniserregend.

Quelle: Nature Communications / Florida Current transport observations reveal four decades of steady state

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