Fenster-Sommer- und Wintermodus im Faktencheck

Der Winter steht vor der Tür – und die Diskussion um den „Fenster-Wintermodus“ geht wieder los.

Die Behauptung

Das Umstellen von Fenstern auf den sogenannten „Sommer- oder Wintermodus“ soll den Anpressdruck verändern und dadurch Heizkosten sparen oder im Sommer die Belüftung verbessern.

Falsch

Nein, es gibt keinen echten „Sommer- oder Wintermodus“ für Fenster. Das Verstellen der Rollzapfen, das oft als solcher bezeichnet wird, hat nur geringe Auswirkungen auf die Energieeinsparung oder Belüftung. Experten raten Laien davon ab, diese Einstellung selbst vorzunehmen, da das Einsparpotenzial minimal ist.

Kurze Faktenübersicht:

    • Sommer-/Wintermodus: Fälschlicherweise verwendeter Begriff für das Verstellen der Rollzapfen.
    • Heizkostenersparnis: Das Einsparpotenzial durch Anpassen der Rollzapfen ist minimal.
    • Moderne Fenster: Bei Fenstern, die weniger als 15 Jahre alt sind, ist eine solche Anpassung nicht notwendig.

→Woran erkennt man Fake News zuverlässig? Antworten finden Sie im Leitfaden Fake News erkennen.

Der „Sommer- und Wintermodus“ bei Fenstern – ein fragwürdiger Tipp?

In sozialen Netzwerken wird häufig geraten, Fenster in den „Wintermodus“ oder „Sommermodus“ zu stellen, um Heizkosten zu sparen oder im Sommer besser zu lüften. Doch dieser vermeintliche Trick wird oft missverstanden.

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Was steckt hinter dem Mythos?

Die Begriffe „Sommermodus“ und „Wintermodus“ beziehen sich auf das Verstellen der Rollzapfen, die den Anpressdruck der Dichtung auf den Fensterrahmen regulieren. Angeblich sorgt das Anziehen der Zapfen im Winter für weniger Luftzug und im Sommer für bessere Belüftung.

Bild: Mimikama | Das Bild zeigt den Mechanismus eines Fensters, bei dem es sich um den sogenannten Rollzapfen handelt. Diese sind Teil des Verschlusssystems moderner Fenster und regulieren den Anpressdruck der Dichtung gegen den Rahmen.
Bild: Mimikama | Das Bild zeigt den Mechanismus eines Fensters, bei dem es sich um den sogenannten Rollzapfen handelt. Diese sind Teil des Verschlusssystems moderner Fenster und regulieren den Anpressdruck der Dichtung gegen den Rahmen.


Experten warnen: Kein signifikanter Effekt

Fensterhersteller und Fachleute weisen darauf hin, dass das Verstellen der Rollzapfen in den meisten Fällen kaum nennenswerte Energieersparnis bringt. Moderne Fenster, die in den letzten 10 bis 15 Jahren eingebaut wurden, sind so konzipiert, dass sie bereits optimal abdichten – unabhängig von einer manuellen Einstellung. Das Einsparpotenzial durch das Anpassen der Zapfen ist minimal und rechtfertigt den Aufwand nicht. Zudem besteht die Gefahr, dass bei unsachgemäßer Einstellung die Fenster nicht mehr richtig schließen.

Vorsicht bei der Selbstjustierung

Wer dennoch versucht, die Rollzapfen selbstständig zu verstellen, riskiert, dass die Fenster falsch eingestellt werden und dadurch undicht werden. Bei Zugluft oder schlecht schließenden Fenstern ist es besser, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, anstatt auf Social-Media-Tipps zu vertrauen. Für Mieter ist es ratsam, sich bei Problemen mit den Fenstern an ihren Vermieter zu wenden.

Fazit: „Sommer- und Wintermodus“ – Ein überschätzter Tipp

Die Idee, Fenster auf einen „Sommer- oder Wintermodus“ umzustellen, klingt zunächst verlockend, bietet aber nur sehr begrenzten Nutzen. In den meisten Fällen sind moderne Fenster ausreichend dicht und benötigen keine zusätzliche Anpassung. Wer dennoch Probleme mit der Isolierung seiner Fenster hat, sollte auf professionelle Hilfe setzen, statt auf vermeintliche Spartipps aus dem Internet.

Quellen:
Machen Sie Ihre Fenster winterdicht
Wintermodus bei Fenstern?

Lesen Sie auch: „Dosenverbot“: Wie eine irreführende Überschrift Empörung auslöst

MIMIKAMA · FAKTENCHECK

Faktencheck als Bild teilen

Den Faktencheck per Artikellink teilen oder das 4:5-Faktenbild als PNG herunterladen.

Social-Faktenbild · 4:5 · 1080 × 1350 px

Bild wird vorbereitet …

Bitte prüfe beim Teilen, ob der gekürzte Text die Aussage korrekt wiedergibt. Die vollständige Recherche ist im Artikel verlinkt.


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.