Diskriminiert Coca-Cola in den USA christliche Begriffe?

Keine religiösen Begriffe auf Dosen und Flaschen – Eine einheitliche Regelung bei Coca-Cola.

Die Behauptung

Coca-Cola blockiert in den USA gezielt den Schriftzug „Jesus liebt dich“ auf personalisierten Dosen und Flaschen, während Begriffe wie „Allah“ und „Satan“ erlaubt sind.

Falsch

Coca-Cola untersagt generell religiöse Begriffe, unabhängig von der Religion. Das Personalisierungstool erlaubt keine Namen oder Phrasen mit religiösem Inhalt, Markenbegriffen, Prominentennamen oder politischer Natur – unabhängig davon, ob es sich um christliche, muslimische oder andere religiöse Begriffe handelt.

  • Behauptung über die Diskriminierung: Ein virales Video behauptet, dass Coca-Cola in den USA christliche Begriffe wie „Jesus loves you“ blockiert, während andere religiöse Bezeichnungen zugelassen seien.
  • Reaktion von Coca-Cola: Coca-Cola bestätigt, dass religiöse Namen generell nicht gestattet sind, was für „Jesus“, „Allah“ und auch „Satan“ gleichermaßen gilt.
  • Technische Prüfung: Ein Test zeigt, dass Coca-Colas Tool religiöse Begriffe wie „Jesus“, „Allah“ und „Satan“ blockiert – unabhängig vom Inhalt des gewählten Ausdrucks.

Bewertung: Die Behauptung ist falsch. Tatsächlich verbietet Coca-Cola alle religiösen Begriffe auf personalisierten Produkten gleichermaßen.

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Coca-Cola und personalisierte Botschaften: Ein Missverständnis

Coca-Cola bietet seinen Kunden in den USA die Möglichkeit, Flaschen und Dosen mit persönlichen Botschaften bedrucken zu lassen. Nun kommen jedoch Zweifel an der Objektivität dieses Angebots auf.

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In einem Video behauptet ein Nutzer, Coca-Cola blockiere den Schriftzug „Jesus liebt dich“, während Begriffe wie „Allah“ und „Satan“ erlaubt seien. Dies führte in sozialen Netzwerken zu Vorwürfen gegen den Konzern, christliche Begriffe bewusst zu benachteiligen.

Screenshot Beitrag auf X
Screenshot Beitrag auf X

„Offenbar unterstützt Coca Cola seine christlichen Kunden nicht. Man darf jeden religiösen Namen auf seine Dose schreiben, nur nicht Jesus.
Das allein sollte schon ein Grund sein, Coca Cola zu boykottieren. Warum sollten wir ein Unternehmen unterstützen, das gegen Christen ist?“

Beitragstext auf Deutsch (sic!) – übersetzt mit DeepL

Warum der Filter religiöse Begriffe blockiert

Ein Test mit dem Personalisierungstool auf der Website des Unternehmens bestätigte diese Regel: Weder „Jesus“ noch „Allah“ oder „Satan“ können als individuelle Botschaften auf Dosen und Flaschen verwendet werden. Auch der Versuch, Sätze wie „Jesus loves you“ oder „Allah loves you“ einzugeben, führt zu einer Fehlermeldung, dass die Eingabe „nicht erlaubt“ sei.

Screenshot Personalisierungstool von Coca-Cola
Screenshot Personalisierungstool von Coca-Cola

„Es sieht so aus, als ob der von Ihnen gewünschte Name nicht zugelassen ist. Namen und Ausdrücke können nicht zugelassen werden, wenn sie markenrechtlich geschützt sind, politischen Charakter haben, Namen von Ländern, Berühmtheiten oder religiösen Persönlichkeiten enthalten oder aus anderen Gründen als anstößig angesehen werden könnten. […]“

Übersetzung der Meldung auf der Personalisierungs-Seite

Selbst für den Fall, dass das System bestimmte Begriffe nicht sofort ablehnt, greift eine zweite Kontrollinstanz, die sicherstellt, dass alle ungeeigneten Inhalte vor dem Druck abgefangen werden.

Gleiche Regeln für alle religiösen Begriffe

Auf Nachfrage der DPA bei Coca-Cola erklärte das Unternehmen, dass alle Begriffe mit religiösem Bezug – seien es Namen wie „Jesus“ oder „Allah“ oder allgemein religiös konnotierte Begriffe – nicht zur Personalisierung zugelassen sind. Das Unternehmen stellt klar, dass diese Vorgaben für alle Religionen gleichermaßen gelten und nicht nur für bestimmte religiöse Gruppen. Ziel des Filters sei es, religiöse, politische und markenrechtlich geschützte Begriffe grundsätzlich auszusortieren.

Fazit: Falscher Diskriminierungsvorwurf

Coca-Cola betreibt keine gezielte Diskriminierung von Christen oder anderen religiösen Gruppen. Vielmehr handelt es sich um eine einheitliche Regelung, die religiöse Inhalte auf personalisierten Dosen und Flaschen ausschließt. Die kursierenden Behauptungen sind daher unbegründet und führen nur zu unnötigen Diskussionen.

Quelle: DPA

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