Kindergeld wird 2025 nicht abgeschafft – Reformpläne sorgten für Verwirrung

Falschmeldung entlarvt: Keine Abschaffung des Kindergeldes, sondern Umbenennung und Reform zur Kindergrundsicherung geplant.

Die Behauptung

Im Januar 2025 wird das Kindergeld in Deutschland abgeschafft.

Falsch

Falsch. Die Behauptung in sozialen Netzwerken beruht auf fehlendem Kontext. Geplant war eine Reform, bei der das Kindergeld in eine sogenannte Kindergrundsicherung umgewandelt werden sollte. Die Leistungen für Familien wären nicht gekürzt worden. Nach dem Bruch der Regierungskoalition ist die Umsetzung jedoch ungewiss.

Die Fakten im Überblick:

  • Kindergeldreform 2025: Umwandlung in eine Kindergrundsicherung geplant, keine Abschaffung.
  • Leistungsumfang: Eltern würden weiterhin finanziell unterstützt.
  • Koalitionsbruch: Reform derzeit ungewiss und abhängig von weiteren Entwicklungen.

 

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Das Kindergeld wird nach bestehenden Plänen durch die Kindergrundsicherung ersetzt. Im September 2023 beschloss die Bundesregierung eine Reform, die das Kindergeld in eine Kindergrundsicherung umwandeln sollte. Damit sollen bestehende Unterstützungsformen wie Kindergeld, Sozialgeld und Kinderzuschlag vereinfacht und zusammengeführt werden. Das monatliche Kindergeld von derzeit 250 Euro für Kinder bis 18 Jahre sollte unverändert bleiben. Kern der Reform war es, den Zugang zu den Leistungen zu vereinfachen.

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Fehlender Kontext bei TikTok-Beiträgen

Reform Viral verbreitete Beiträge (HIER und HIER) in sozialen Netzwerken suggerierten fälschlicherweise eine komplette Abschaffung des Kindergelds. Tatsächlich sahen die Pläne der Ampelregierung lediglich eine Umbenennung ohne finanzielle Einschnitte für Familien vor. In einigen Beiträgen wurden sogar Screenshots aus Artikeln verwendet, die den Hintergrund erläuterten, jedoch ohne diesen Kontext dargestellt.

Nach einer Anfrage von CORRECTIV.Faktencheck löschte der TikTok-Kanal, der die falsche Behauptung über die Abschaffung des Kindergelds verbreitet hatte, das Video. Stattdessen veröffentlichte er ein neues Video, das den gesamten Kontext zeigt.

Screenshot des TikTok-Videos mit vollem Kontext - der Screenshot stammt aus einem Artikel, der den vollen Sachverhalt erklärt
Screenshot des TikTok-Videos mit vollem Kontext – der Screenshot stammt aus einem Artikel, der den vollen Sachverhalt erklärt

Bruch der Koalition lässt Reform in der Schwebe

Nach dem Bruch der Regierungskoalition aus SPD, FDP und Grünen im November 2024 steht die Reform auf der Kippe. Der Entwurf passierte zwar den Bundesrat, scheiterte aber an parteiinternen Uneinigkeiten und einem fehlenden Haushaltsbeschluss. Die Bundesministerien verweigerten klare Aussagen zur Zukunft der Reform und verwiesen auf die unklare politische Lage.

Fazit zur Kindergeldreform

Die Verbreitung der falschen Behauptung, das Kindergeld werde abgeschafft, ist irreführend. Es sollte lediglich eine Umbenennung in Kindergrundsicherung und Vereinfachung der Förderung ohne Einbußen für die Eltern erfolgen. Mit dem Ende der Regierungskoalition ist die Umsetzung aber noch unklar.

Quelle: Falschbehauptungen zu angeblicher Abschaffung des Kindergeldes

Das CORRECTIV-Team hinter der Recherche: Gabriele Scherndl, redigiert durch Kimberly Nicolaus, Paulina Thom

Dies ist eine Recherche des gemeinnützigen Recherchezentrums CORRECTIV, das sich durch Spenden von Bürgern und Stiftungen finanziert. Das Redaktionsteam steht für investigativen Journalismus und recherchiert zu strukturellen Missständen in der Gesellschaft. Mehr unter correctiv.org

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MIMIKAMA · FAKTENCHECK

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