Wie berichtet, beschuldigt Russland die Ukraine, am frühen Dienstagmorgen, 19.11.2024, erstmals ATACMS-Raketen gegen international anerkanntes russisches Territorium eingesetzt zu haben. Laut dem russischen Verteidigungsministerium traf der Angriff ein Militärdepot in der Region Bryansk. Die Ukraine bestätigte die Operation und erklärte, das Ziel habe nordkoreanische Munition und Flugabwehrraketen enthalten. (Unser Bericht dazu hier). Doch was genau sind ATACMS-Raketen, und welche Rolle spielen sie im Ukraine-Konflikt? In diesem Faktencheck und FAQ beleuchten wir die technischen Details, die strategische Bedeutung und die politischen Auswirkungen dieser Waffe.
ATACMS – FAQ: Faktencheck und strategische Einordnung
Grundlagen und technische Details
Einsatz und strategische Bedeutung
Vergleich mit anderen Waffensystemen
Wie unterscheiden sich ATACMS von anderen westlichen Waffensystemen?
ATACMS sind bodengestützte Kurzstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern. Im Vergleich dazu sind der deutsche Taurus und die britisch-französische Storm Shadow / Scalp Marschflugkörper, die von Kampfflugzeugen abgefeuert werden. Der Taurus erreicht eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern und bietet durch autonomen Tiefflug eine höhere Präzision und Abfangsicherheit. Storm Shadow und Scalp haben Reichweiten über 250 Kilometer und sind ebenfalls für präzise Angriffe auf geschützte Ziele ausgelegt.
Fazit:
ATACMS sind eine bedeutende Waffe für die Ukraine. Ihre Reichweite und Geschwindigkeit ermöglichen präzise Angriffe tief im russischen Hinterland. Während Russland den Einsatz als Eskalation einstuft, betonen die Ukraine und die USA, dass die Raketen ausschließlich gegen militärische Ziele verwendet werden. Dennoch erhöht die Lieferung solcher Waffen das Eskalationspotenzial des Konflikts – sowohl militärisch als auch politisch.
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