Die Behauptung
Noch bevor die Koalitionsverhandlungen zwischen der Union und der SPD offiziell begonnen haben, verbreiteten sich in sozialen Netzwerken Meldungen über die angebliche Verteilung der Ministerien. Insbesondere wurde behauptet, CDU-Chef Friedrich Merz wolle das Innenministerium der SPD überlassen.
Falsch
Falsch! Diese Meldung ist eine Falschinformation. Sie basiert auf einer gefälschten dpa-Meldung, die in rechtspopulistischen Online-Medien verbreitet wurde. Weder Friedrich Merz noch die dpa haben eine solche Information verbreitet. Sowohl Merz als auch die dpa haben die Behauptung dementiert.
Kurze Faktenübersicht:
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Gefälschte dpa-Meldung: Eine manipulierte Nachricht im Stil der dpa verbreitete falsche Informationen zur Ministeriumsvergabe.
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Dementi von Merz und dpa: Sowohl CDU-Chef Friedrich Merz als auch dpa-Nachrichtenchef Froben Homburger bestätigten, dass diese Meldung nicht echt ist.
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Keine Personalentscheidungen getroffen: Merz erklärte, dass es bislang keinerlei Absprachen zu Ministerposten gab.
Ursprung der Falschmeldung
In den letzten Tagen sorgte eine vermeintliche Nachricht für Aufsehen, wonach Friedrich Merz sich bereits auf eine Ministeriumsvergabe festgelegt haben soll. Laut dieser gefälschten Meldung im Stil der Nachrichtenagentur dpa wolle die CDU das Auswärtige Amt sowie die Ressorts Wirtschaft und Finanzen für sich beanspruchen, während das Innenministerium der SPD überlassen werden solle. Besonders brisant: Dies hätte bedeutet, dass Innenministerin Nancy Faeser im Amt bleiben könnte.
Diese Falschmeldung wurde vorrangig in rechtspopulistischen Online-Medien verbreitet. Obwohl die entsprechenden Artikel mittlerweile gelöscht wurden, kursiert die gefälschte dpa-Meldung weiterhin auf Social Media.
Klarstellung von dpa und Friedrich Merz
Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) reagierte umgehend und stellte klar, dass eine solche Meldung nie veröffentlicht wurde. Froben Homburger, Nachrichtenchef der dpa, schrieb auf der Plattform X: „Es handelt sich hier um ein Fake. dpa hat keine Meldung dieses Inhalts gesendet.“
Auch Friedrich Merz selbst widersprach der Behauptung deutlich. Auf einer Pressekonferenz erklärte er, dass noch keinerlei Personalfragen besprochen worden seien: „Wir haben kein einziges Wort über Personal miteinander verloren, weil das zum jetzigen Zeitpunkt einfach viel zu früh ist.“
Hintergrund: Die laufenden Koalitionsgespräche
Nach der Bundestagswahl hatte Friedrich Merz angekündigt, Koalitionsgespräche mit der SPD zu führen. Bereits am Tag nach der Wahl trafen sich erste Vertreter beider Parteien zu Sondierungsgesprächen. Merz betonte, dass die Regierungsbildung bis Ostern abgeschlossen sein solle. Priorität haben dabei die Themen Außen- und Sicherheitspolitik, Migration sowie die wirtschaftliche Lage.
Fazit
Die kursierenden Behauptungen zur Ministeriumsvergabe sind falsch. Sie basieren auf einer gefälschten dpa-Meldung und entbehren jeder Grundlage. Weder die CDU noch die SPD haben bislang über Personalentscheidungen gesprochen. Sowohl Friedrich Merz als auch die dpa haben die Falschmeldung klar dementiert. Wer solche Gerüchte weiterverbreitet, fördert gezielt Desinformation.
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