Die Behauptung
„BREAKING NEWS: Die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek ist gestorben.“
Aufgestellt von: Unbekannt
Falsch
Falsch. Die vermeintliche Todesmeldung entpuppte sich als perfider Fake, lanciert vom italienischen Hoax-Journalisten Tommaso Debenedetti. Der Rowohlt Verlag bestätigte: Jelinek lebt und ist kerngesund.
Kurze Faktenübersicht:
-
Rowohlt Verlag klärt auf: Todesmeldung via Fake-Account auf X sei komplett erfunden.
-
Der Urheber: Tommaso Debenedetti – Serien-Fälscher seit Jahren bekannt.
-
Zahlreiche Medien übernahmen die Falschmeldung ungeprüft.
-
Elfriede Jelinek feiert 2004 ihren Nobelpreis – lebt heute in Wien und München, weiterhin aktiv.
Fake-Welle durch Twitter-Skandal namens Tommaso Debenedetti
Der Fake-Tod von Elfriede Jelinek: In skandalöser Manier strickte Tommaso Debenedetti, berüchtigt für Falschmeldungen über Prominente, via Fake-X-Account die Behauptung, Jelinek sei verstorben.
Der „Meisterfälscher“ tarnte den Account als Rowohlt Verlag AT – offenbarte sich selbst: „This account Is hoax created by Italian journalist Tommasso Debenedetti.“
Wer ist dieser Mann? Ein Italiener, der sich seit 2011 mit gefälschten Todesmeldungen von Assad bis Ishiguro einen Namen machte.
Medien fallen reihenweise auf – Alarmstufe: Neon
Zahlreiche Medien, darunter auch renommierte Portale, übernahmen ungeprüft die Fake-Meldung.
Erst Recherchen deckten auf: X-Profil @RowohltAt war eine Fälschung. Der Verlag musste nachschieben und publik machen: Elfriede Jelinek ist „bei bester Gesundheit“. Eine Blamage für den Journalismus, der sensationelle Schlagzeilen offenbar blitzschnell übernimmt, ohne Rückfrage oder Verifikation.
Debenedettis perfide Masche im Detail
Debenedetti fuhr diese Hook schon mehrfach: falsche Profile, reißerische Todesmeldungen, mediale Treffer. Beispiel: 2022 meldete er den „Tod von Milan Kundera“ via gefälschten Twitter-Account – internationaler Aufschrei, dann Dementi. Das Muster: reißerisch, emotional, schnell – und genau darin liegt die Gefahr. Der neueste Coup zielte nun auf Jelinek – offensichtlich große Symbolkraft, aber substanzlos.
Chronologie des Falschmeldungs-Skandals
| Datum/Uhrzeit | Ereignis |
|---|---|
| 17. Juni 2025, ca. 13:00 | X-Account @RowohltAt postet: „BREAKING NEWS: Jelinek ist gestorben.“ |
| Wenige Minuten später | Zahlreiche Medien greifen die Meldung auf – ohne Rückfrage. |
| Kurz darauf | Rowohlt Verlag weist via offiziellen Kanälen auf Fake hin; Jelinek lebt. |
| Juni 2025, 14:12 | die ersten Medien veröffentlichen Berichte mit Zitaten aus Debenedetti. |
| Juni 2025, 14:33 | „Vienna.at“ entlarvt den Fake als Debenedetti-Hoax. |
Fazit
Was hier vorgefallen ist, ist keine kleine Panne, es ist ein Totalschaden im Medienbetrieb! Ein einziger Tweet von einem Fake-Account reicht aus, um ganz Österreich glauben zu lassen, eine Literaturnobelpreisträgerin sei tot? Das ist nicht nur peinlich, das ist brandgefährlich. Denn wer so leichtfertig mit Leben, Tod und Wahrheit jongliert, verliert am Ende seine Glaubwürdigkeit für immer.
Elfriede Jelinek lebt. Und sie steht symbolisch für das, was uns die Medien zu entreißen drohen: kritisches Denken, Recherche, Wahrheit. Die Medien, die diesen Fake verbreitet haben, stehen nun nackt da, entlarvt, manipuliert, schockierend unvorbereitet. Wer nicht prüft, sondern nur pusht, macht sich zum Werkzeug der Desinformation.
Jetzt ist Schluss mit dem Boulevardgehabe im Faktenmantel: Wer lügt, verliert. Punkt.
Quellen:
- https://www.deutschlandfunk.de/twitter-hoax-aus-italien-totenmelder-der-literatur-100.html
- https://www.mimikama.org/en/elfriede-jelinek-death-fake-in-july-2024
- https://en.wikipedia.org/wiki/Tommaso_Debenedetti
- https://www.vienna.at/fake-todesnews-meisterfaelscher-laesst-elfriede-jelinek-sterben/9485714
Kostenlos · der tägliche Mimikama-Newsletter
Fakten statt Aufregung. Direkt in dein Postfach.
Die wichtigsten Faktenchecks und Meldungen des Vortags – jeden Morgen kostenlos und unabhängig vom Social-Media-Algorithmus.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.
