In der Nacht zum 22. Juni 2025 begannen die USA unter Präsident Donald Trump mit massiven Luftangriffen auf Irans zentrale Nuklearanlagen. Gemeinsam mit Israel trafen sie militärisch genutzte Standorte in Fordow, Natanz und Isfahan. Die Reaktion des Iran ließ nicht lange auf sich warten: Raketenhagel auf israelische Städte, Dutzende Verletzte, internationale Empörung. Während Israel von einem „historischen Schlag“ spricht, sieht der Iran einen Bruch internationalen Rechts. Zwischen weltweiter Sorge, diplomatischer Krisendiplomatie und neuer Kriegsrhetorik stellen sich viele Menschen dieselbe Frage: Was ist da eigentlich genau passiert?
Die USA greifen Iran an: die 52 wichtigsten Antworten zur aktuellen Iran-Krise
Fakten statt Panik: Was Sie jetzt über die Eskalation zwischen USA, Iran und Israel wissen müssen. Alle Antworten. Klar. Kompakt. Aktuell
Was ist passiert?
In der Nacht auf Sonntag haben die USA unter Präsident Donald Trump gemeinsam mit Israel mehrere iranische Atomanlagen angegriffen. Ziel waren laut Trump entscheidende Einrichtungen zur Urananreicherung, etwa Fordo, Natans und Isfahan. Die USA setzten Langstreckenbomber und bunkerbrechende Bomben ein.
Warum wurde der Iran angegriffen?
Trump erklärte, der Angriff diene dazu, die nuklearen Fähigkeiten des Irans zu zerstören, um die Welt vor dem „größten staatlichen Sponsor des Terrors“ zu schützen. Auf der Plattform Truth Social schrieb er, Fordo sei mit der „vollen Ladung Bomben“ angegriffen worden. Der Iran dürfe „niemals in den Besitz einer Atombombe gelangen“.
Wie reagierte der Iran?
Der Iran bestätigte die Angriffe, sprach jedoch von begrenzten Schäden. Die Regierung bezeichnete die Aktion als „barbarisch“ und kündigte Konsequenzen an. Außenminister Araktschi drohte mit „dauerhaften Folgen“. Der Iran feuerte zudem Raketen in Richtung Israel ab, es gab Verletzte.
Hat Präsident Trump den Angriff persönlich befohlen?
Ja. Der Einsatz wurde nach offiziellen Angaben des Weißen Hauses direkt von Donald Trump autorisiert. Noch am selben Abend trat er vor die Kameras und rechtfertigte den Angriff mit dem Ziel, den Iran dauerhaft an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern.
Wurden auch zivile Einrichtungen getroffen?
Nein, laut offiziellen Angaben galten die Angriffe ausschließlich militärisch genutzten Urananreicherungsanlagen in Fordo, Natans und Isfahan. Dennoch warnen internationale Beobachter vor möglichen zivilen Kollateralschäden in angrenzenden Wohngebieten.
Wie viele Menschen wurden verletzt oder getötet?
Offizielle, unabhängige Opferzahlen fehlen derzeit.
→ Laut iranischen Angaben:
- Mindestens 430 Tote
- Über 3.500 Verletzte
Diese Zahlen umfassen alle Angriffe seit Kriegsbeginn, auch israelische Luftschläge.
→ In Israel wurden durch iranische Raketenangriffe über 80 Menschen verletzt, darunter mehrere schwer.
Droht ein größerer Krieg?
Die Gefahr einer regionalen Ausweitung ist real: Washington hat nach dem Angriff zwar erklärt, zur Stunde keine weiteren Schläge zu planen, kündigte jedoch „umfassende Vergeltung“ an, sollte Iran oder seine Verbündeten US-Ziele attackieren.
Kurz darauf feuerten die iranischen Revolutionsgarden rund 30 ballistische Raketen auf Haifa und Tel Aviv; Israels Armee mobilisierte zehntausende Reservisten und versetzte den Luftraum in den Alarmzustand. Während die IAEA eine Dringlichkeitssitzung einberuft und die UNO vor einer „Spirale des Chaos“ warnt, bleiben diplomatische Kanäle bislang ohne greifbares Ergebnis.
Damit liegt die Schwelle für Fehlkalkulationen niedrig: Jeder weitere Schlag, der US-Soldaten oder israelische Zivilisten trifft, könnte binnen Stunden einen umfassenden Krieg im Nahen Osten auslösen – doch ein sofortiger Flächenbrand ist nicht zwangsläufig, falls beide Seiten Vergeltungsschritte jetzt begrenzen.
Steht uns ein 3. Weltkrieg bevor?
Nein. Der Krieg zwischen Iran, Israel und den USA ist hochgefährlich, aber bislang regional begrenzt. Weder China noch Russland greifen militärisch ein, ein NATO-Bündnisfall liegt nicht vor. Die Eskalation betrifft aktuell nur den Nahen Osten. Die eigentliche Gefahr liegt in regionalem Flächenbrand, Raketenangriffen auf US-Stützpunkte, einer möglichen Blockade der Straße von Hormuz und weltweiten wirtschaftlichen Folgen. Ein Weltkrieg ist derzeit nicht absehbar, aber die Lage kann jederzeit außer Kontrolle geraten.
Wie reagiert Europa auf die Eskalation?
Die Europäische Union forderte sofortige Deeskalation. Deutschland, Frankreich und weitere EU-Staaten verurteilten die einseitige militärische Eskalation durch die USA. Der UN-Sicherheitsrat berät über die Lage, nachdem der Iran eine Sondersitzung beantragt hat.
Gab es Warnungen oder Diplomatieversuche?
Laut CBS informierten die USA den Iran vorab, dass keine weiteren Angriffe geplant seien und kein Regimewechsel beabsichtigt werde. Dennoch zeigte sich UNO-Generalsekretär Guterres „zutiefst beunruhigt“ und warnte vor einer Eskalation. Er mahnte: „Es gibt keine militärische Lösung, nur Diplomatie.“
Welche militärischen Mittel wurden eingesetzt?
- US-Bomber vom Typ B-2 bombardierten die Urananreicherungsanlage Fordo
- Marschflugkörper wurden von U-Booten auf Natans und Isfahan abgefeuert
- Laut Fox News kamen bunkerbrechende Bomben zum Einsatz, da die Anlagen tief unter der Erde liegen
Wie ist die Lage vor Ort?
- Iranische Behörden betonen, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung
- Satellitenbilder zeigen jedoch Brände in Fordo
- Die iranische Atombehörde verurteilte die Angriffe scharf und kündigte an, ihr Atomprogramm fortzusetzen
Wie reagierte Israel?
Der israelische Premier Benjamin Netanjahu lobte Trump für seine „mutige Entscheidung“ und erklärte, diese werde „die Geschichte verändern“. Die israelische Sicherheitsstufe wurde erhöht, der Luftraum vorübergehend gesperrt.
Was sagt Washington?
- Republikaner wie John Thune und Mike Johnson unterstützen die Angriffe
- Einige wie Thomas Massie (R) und Alexandria Ocasio-Cortez (D) kritisierten sie: Es fehle eine verfassungsrechtliche Grundlage, manche fordern ein Amtsenthebungsverfahren
Was ist mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA)?
Die iranische Atombehörde wirft der IAEA vor, die Angriffe „unter Gleichgültigkeit oder Mitwirkung“ geschehen zu lassen – ein schwerwiegender Vorwurf ohne Beweise. Die IAEA hat sich bislang nicht öffentlich dazu geäußert.
Was ist Fordo?
Die Anlage Fordo liegt rund 100 Meter unter der Erde bei der Stadt Ghom. Sie ist zentral für die Urananreicherung des Irans. Aufgrund der Tiefe galt sie als schwer angreifbar.
Warum ist die Urananreicherung so umstritten?
Urananreicherung kann zivilen Zwecken (z. B. Energiegewinnung) dienen, ist aber ab einer bestimmten Anreicherung auch Grundlage für Atomwaffen. Die USA und Israel befürchten, dass der Iran verdeckt an einer Atombombe arbeitet.
War der US-Angriff eine spontane Reaktion?
Nein. Auch wenn der Angriff als Reaktion auf iranische Aktivitäten verkauft wird, zeigt die Art der Operation (inkl. B-2-Bomber, bunkerbrechende Bomben, präzise Zielwahl), dass der Einsatz militärisch länger vorbereitet war. Die USA müssen ihre Entscheidung getroffen haben, als europäische Verhandler gerade erst aus Genf zurückkehrten, wo sie mit dem Iran noch über eine diplomatische Lösung gesprochen hatten.
Was ist mit Fordow, Natans und Isfahan jetzt?
Die Angriffe trafen laut mehreren Quellen gezielt Ein- und Ausgänge, Lüftungssysteme und strukturelle Schwachstellen der tief unterirdisch liegenden Anlage Fordow, die als Herzstück der iranischen Urananreicherung galt. Die Kombination aus US-Präzisionstechnologie und israelischer Vorarbeit hat das Programm vermutlich dauerhaft beschädigt oder ganz zerstört.
Ist das Kriegsziel von Israel damit erreicht?
Aus Sicht des israelischen Premiers Netanjahu: ja. Die Urananreicherung ist – 19 Jahre nach ihrem Beginn – vorerst Geschichte. Selbst wenn der Iran jetzt aus dem Atomwaffensperrvertrag austritt, kann er keine Waffen mehr bauen. Dieses Ziel war zentraler Bestandteil der israelischen Sicherheitsstrategie.
Was bedeutet das für die USA?
Trump wollte mit dem Versprechen antreten, keine neuen Kriege zu führen. Doch mit diesem Eingreifen ist der Weg in den angekündigten Isolationismus endgültig vorbei. Nun stehen die USA mitten in einem Krieg, dessen weiteres Eskalationspotenzial enorm ist – abhängig von den nächsten Schritten des Iran.
Welche Optionen bleiben dem Iran?
Laut Kommentatorin Gudrun Harrer hat das Regime in Teheran zwei Möglichkeiten:
- Deeskalation – um sich selbst und das Land zu retten.
- Konfrontation – aus dem Bedürfnis, nationale Ehre zu wahren, was das Leid der Bevölkerung massiv erhöhen würde.
Setzt der Iran auf Eskalation, etwa durch:
- Angriffe auf US-Basen im Irak, Katar oder Kuwait
- die Blockade der Straße von Hormuz
- oder weitere Raketenangriffe auf Israel, würde das nicht nur internationale Reaktionen provozieren, sondern auch den diplomatischen Erfolg der letzten Jahre (Annäherung an arabische Staaten) zunichtemachen.
Was ist mit der Straße von Hormuz?
Die Straße von Hormuz ist eine extrem sensible Meeresenge – zentrale Route für den globalen Ölhandel. Sollte der Iran dort den Verkehr blockieren, würde er nicht nur territoriale Rechte des Oman verletzen, sondern auch ein bisheriges verdecktes Unterstützerland verlieren.
Gibt es Zeichen für eine Eskalation im Iran selbst?
Laut mehreren Berichten bereitet sich Irans geistiger Führer Ayatollah Khamenei bereits auf eine Nachfolgeregelung vor. Das könnte bedeuten, dass man sich auf das Schlimmste vorbereitet – oder den Ernst der Lage sehr wohl erkannt hat.
Welche neuen Details zum Angriff liegen nun vor?
Die bisherigen Informationen wurden nun durch genaue Zahlen und technische Details ergänzt. Laut übereinstimmenden Berichten amerikanischer Medien warfen sechs Tarnkappenbomber insgesamt zwölf bunkerbrechende Bomben des Typs GBU-57 auf die Anlage Fordo. Zwei weitere GBU-57 wurden von einem B-2-Bomber auf Natans abgeworfen.
Zusätzlich feuerten US-U-Boote rund 30 Marschflugkörper auf die Ziele in Natans und Isfahan ab. Damit ist klar: Es handelte sich um eine hochkoordinierte Operation mit Flugzeugen und Marineeinheiten.
Welche Rolle spielen diese Waffen?
Die GBU-57 „Massive Ordnance Penetrator“ ist eine der schwersten konventionellen Bomben der Welt. Sie wiegt über 13 Tonnen und kann Ziele treffen, die sich weit unter der Erde befinden. Sie wurde speziell für den Angriff auf tiefgelegene Atomanlagen wie Fordo entwickelt. Marschflugkörper von U-Booten ergänzen den Angriff durch Präzisionsschläge aus sicherer Distanz.
Was passiert nach dem Angriff mit dem Luftraum?
Israel hat seinen Luftraum erneut gesperrt, um sich vor möglichen Vergeltungsschlägen des Iran zu schützen. Diese Maßnahme zeigt, wie ernst die Sicherheitslage eingeschätzt wird.
Gab es bereits internationale Reaktionen?
In Australien äußerten sich mehrere Politiker und Organisationen kritisch zum US-Vorgehen, konkrete Proteste wurden bislang jedoch nicht bestätigt.
Was wissen wir über den Zeitpunkt der Entscheidung?
Unklar ist weiterhin, wann genau Präsident Trump den Angriff autorisiert hat. Noch am Donnerstag hatte er verlauten lassen, dass er innerhalb von zwei Wochen eine Entscheidung treffen wolle. Offenbar wurde diese deutlich schneller getroffen. Ob der Kongress eingebunden war oder nicht, bleibt offen.
Wie groß ist der Schaden an den Anlagen wirklich?
Präsident Trump behauptet, die Atomanlagen seien komplett zerstört. Der Iran bestätigt zwar Angriffe, spricht jedoch nur von Teilschäden in Fordo. Laut der iranischen Krisenmanagementbehörde bestehe keinerlei Gefahr für die Bevölkerung. Gleichzeitig zeigen Wärmebilder von NASA-Satelliten auffällige Hitzequellen, die auf Brände im Umfeld der Anlage hindeuten.
Besteht Gefahr durch Strahlung?
Bisher gibt es keine gesicherten Berichte über radioaktive Strahlung. Da Fordo jedoch eine aktive Anlage zur Urananreicherung war, bleibt unklar, ob Material freigesetzt wurde. Die Tiefe der Anlage macht eine direkte Einschätzung schwierig.
Wurde bestätigt, welche Marschflugkörper eingesetzt wurden?
Ja. Erstmals wurde von offizieller Seite bestätigt, dass die USA Tomahawk-Marschflugkörper bei den Angriffen auf die iranischen Atomanlagen eingesetzt haben. Sie gelten als besonders präzise und weitreichend und wurden vermutlich von U-Booten aus abgefeuert.
Welche Rolle spielte Trump persönlich bei der Operation?
Laut einem Interview mit dem Sender Fox News bestätigte Präsident Trump persönlich, dass Fordo mit sechs bunkerbrechenden Bomben zerstört wurde. Er sprach zudem davon, dass die Anlagen „komplett ausgelöscht“ seien. Diese Aussage steht in starkem Kontrast zu iranischen und internationalen Einschätzungen.
Hat die Internationale Atomenergiebehörde etwas zur Strahlung gesagt?
Ja. Die IAEA hat mitgeteilt, dass keine radioaktive Strahlung außerhalb der betroffenen Anlagen festgestellt wurde. Diese Information bestätigt erstmals aus neutraler Quelle, dass kein akutes Strahlenrisiko für die Bevölkerung besteht.
Wie reagierte der Iran nach dem Angriff?
Der Iran sprach weiterhin von oberflächlichen Schäden und warf den USA einen Verstoß gegen internationales Recht vor. Der iranische Außenminister Abbas Araktschi warnte vor langfristigen Konsequenzen. Zudem beantragte der Iran eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats.
Kam es zu direkten Gegenschlägen des Iran?
Ja. Wenige Stunden nach den US-Angriffen feuerte der Iran erneut Raketen auf Israel. Laut Medienberichten schlugen Raketen in Tel Aviv und Haifa ein. Es wurden mindestens 27 Menschen verletzt. Diese Eskalation bestätigt, dass der Konflikt sich nicht auf einzelne Militäraktionen beschränkt.
Wie reagiert die internationale Staatengemeinschaft?
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres bezeichnete die Angriffe als „gefährliche Eskalation“ und warnte vor einer Spirale des Chaos. Er forderte alle Staaten zur Wahrung des Weltfriedens und zur diplomatischen Zurückhaltung auf. Der Iran sieht die UN gefordert, klare Konsequenzen aus dem Bruch internationalen Rechts zu ziehen.
Hat Israel Atomanlagen im Iran angegriffen, bevor die USA eingriffen?
Ja. Bereits am 13. Juni 2025 griff Israel in einem massiven Luftangriff mit über 200 Kampfjets zahlreiche iranische Nuklear- und Militäranlagen an – darunter Natanz, Esfahan, Fordow, Khondab und Khorramabad. Die Angriffe wurden als Präventivschlag gegen eine angeblich bevorstehende atomare Bewaffnung des Iran bezeichnet.
Welche Rolle spielte der Mossad beim israelischen Angriff?
Nach israelischen Angaben hatte der Mossad iranische Luftabwehrsysteme sabotiert, Präzisionswaffen eingeschleust und eine geheime Drohnenbasis nahe Teheran eingerichtet. Diese Maßnahmen sollten die israelische Luftüberlegenheit sichern.
Gab es bereits Angriffe auf zivile Ziele?
Ja. Zwar zielen viele Angriffe offiziell auf militärische oder nukleare Infrastruktur, aber zahlreiche Wohnhäuser, Krankenhäuser (z. B. Soroka Medical Center in Beerscheba) und öffentliche Einrichtungen wurden getroffen. Die UN und Menschenrechtsorganisationen werfen sowohl Iran als auch Israel Verstöße gegen das Völkerrecht vor.
Wurden auch aus anderen Ländern Angriffe auf Israel oder Iran gemeldet?
Ja. Die Houthi-Rebellen im Jemen feuerten Raketen auf Jerusalem. Auch syrischer und jordanischer Luftraum wurden durch iranische Drohnen überquert. Mehrere arabische Staaten haben sich laut Berichten an der Abwehr iranischer Drohnen beteiligt oder Aufklärungsdaten an Israel weitergegeben.
Gab es bestätigte Luftsiege gegen Kampfjets?
Iran behauptete mehrfach, israelische F-35-Jets abgeschossen zu haben. Bislang konnten diese Aussagen jedoch nicht unabhängig verifiziert werden und gelten teilweise als Desinformation. Israel dementiert entsprechende Verluste.
Wie viele Raketen hat Iran bisher abgefeuert – und wie viele schlugen ein?
Laut israelischen Angaben hat Iran bislang über 500 ballistische Raketen abgefeuert. Etwa 5 Prozent davon schlugen tatsächlich ein, viele wurden abgefangen oder verfehlten ihre Ziele. Zahlreiche Drohnen und Raketen wurden durch die Luftabwehr Jordaniens, Saudi-Arabiens oder der USA abgefangen.
Gab es internationale Reaktionen auf die Angriffe?
Ja. UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einer „gefährlichen Eskalation“. Die EU und mehrere westliche Staaten riefen zur Deeskalation auf. Die USA griffen ab dem 22. Juni selbst militärisch ein und bombardierten iranische Atomanlagen.
Stimmt es, dass Israels Armee mittlerweile Luftüberlegenheit über dem Iran hat?
Nach eigenen Angaben hat die israelische Armee „vollständige Luftherrschaft“ über den iranischen Luftraum erlangt und bereits über 1.100 Ziele im Iran zerstört, darunter Raketenstellungen, Militärbasen, Forschungseinrichtungen und Kommunikationszentren.
Wie hat Iran auf die Angriffe reagiert?
Mit mehreren großangelegten Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel. Dabei kamen über 100 Menschen ums Leben. Iran kündigte an, solange weiter Vergeltung zu üben, bis Israel seine Angriffe einstelle. Inzwischen gibt es Hinweise, dass der iranische Oberste Führer Khamenei intern entmachtet wurde.
Welche neuen Entwicklungen gibt es durch den Eintritt der USA in den Krieg?
Seit dem 22. Juni 2025 führen die USA eigene Luftschläge gegen iranische Nuklearanlagen (u. a. Fordow, Isfahan, Natanz) durch. Präsident Trump sprach vom Ziel, die nukleare Bedrohung endgültig zu eliminieren. Die Eskalationsgefahr steigt dadurch erheblich.
Was geschah vor dem US-Eingriff?
In den Tagen vor dem Luftangriff hatten die USA ihre militärische Präsenz im Indopazifik verstärkt. B-2-Bomber wurden auf Guam stationiert, Kriegsschiffe in Stellung gebracht. Innerhalb der US-Regierung war der Kurs umstritten: Vizepräsident J.D. Vance warnte öffentlich vor einem Kriegseintritt, während Sicherheitsberater und republikanische Senatoren eine härtere Linie forderten. Israels Regierung übte hinter den Kulissen massiven Druck auf Trump aus. Dieser zögerte offiziell, entschied sich dann aber überraschend schnell für eine Beteiligung.
Wie reagieren China und Russland?
China ruft beide Seiten zur Zurückhaltung auf, warnt aber vor einer „Destabilisierung der Region durch westliche Interventionen“. Russland verurteilt die US-Angriffe als „völkerrechtswidrig“ und fordert im UN-Sicherheitsrat eine Resolution gegen die „Aggression“. Beide Staaten haben ihre diplomatischen Vertretungen in der Region in Alarmbereitschaft versetzt, bleiben militärisch jedoch bislang passiv.
Spielt Cyberkrieg eine Rolle?
Ja. Seit Beginn der Eskalation melden mehrere Staaten Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur. In Israel kam es zu gezielten Angriffen auf Warnsysteme und Logistik-Server, mutmaßlich durch iranische Hackergruppen. Umgekehrt legten israelische Cyberteams offenbar Teile der iranischen Luftabwehr lahm. Zudem kursierten auf Social Media zahlreiche Falschmeldungen – etwa über angebliche Abschüsse von US- oder israelischen Kampfjets.
Wie wirkt sich der Konflikt wirtschaftlich aus?
Der Ölpreis stieg innerhalb von 24 Stunden um mehr als 12 Prozent. Börsen in Asien und Europa reagierten mit Kursverlusten. Reedereien melden Verzögerungen auf den Routen durch den Persischen Golf. Erste Fluggesellschaften meiden iranischen und israelischen Luftraum. Analysten warnen, dass eine Blockade der Straße von Hormuz weltwirtschaftliche Folgen hätte – sie ist eine der wichtigsten Öl-Transportstrecken der Welt.
Wie ist die humanitäre Lage?
Mehrere Hilfsorganisationen berichten von einer sich zuspitzenden Versorgungskrise in Teilen Irans. In den betroffenen Regionen rund um Natanz und Isfahan fehlt es an Medikamenten, Strom und Trinkwasser. Die WHO fordert freien Zugang für Hilfslieferungen. In Israel leiden viele Menschen unter anhaltender Alarmbereitschaft und psychischer Belastung. UNHCR warnt vor möglichen Fluchtbewegungen, sollte der Krieg weiter eskalieren.
Quellenverzeichnis: Eskalation Iran – Israel – USA im Juni 2025
Nachrichtenagenturen und Liveberichte:
- Reuters (22.06.2025):
„Israel under missile attack, Iran says all options open after US strikes“
https://www.reuters.com/world/middle-east/israel-under-missile-attack-iran-says-all-options-open-after-us-strikes-2025-06-22/ - AP News (22.06.2025):
„US bombers hit Iranian nuclear sites as Trump declares ‘no nukes ever’“
https://apnews.com/article/israel-iran-war-nuclear-trump-bomber-news-06-22-2025-c2baca52babe915e033ae175ce8b2687 - Washington Post (Live-Ticker):
https://www.washingtonpost.com/world/2025/06/21/israel-iran-live-updates-us-trump/ - ZDFheute Liveblog (22.06.2025):
„Verletzte in Israel nach iranischem Raketenangriff“
https://www.zdfheute.de/politik/ausland/liveblog-eskalation-nahost-israel-100.html#:~:text=Verletzte%20in%20Israel%20nach%20iranischem,Angriff - WYMT News (22.06.2025):
„US attacked three Iranian nuclear sites, Trump says“
https://www.wymt.com/2025/06/22/us-attacked-three-iranian-nuclear-sites-trump-says/ - Reuters (22.06.2025):
„World leaders react to US attack on Iran“
https://www.reuters.com/world/americas/world-leaders-react-us-attack-iran-2025-06-22/
Hintergrundberichte und Analysen:
- Tagesschau.de (Juni 2025):
„Der Einfluss des Mossad auf Irans Atomprogramm“
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-einfluss-mossad-100.html - ZEIT Online (Juni 2025):
„Mossad bereitete israelische Angriffe langfristig vor“
https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-06/israel-iran-angriffe-mossad - Deutschlandfunk (Juni 2025):
„Iranischer Atomchef Peseschkian: ‚Wir werden unser Atomprogramm unter keinen Umständen einstellen‘“
https://www.deutschlandfunk.de/peseschkian-werden-atomprogramm-unter-keinen-umstaenden-einstellen-100.html
Weitere Quellen zur Eskalation und diplomatischen Lage:
- Reuters (21.06.2025):
„Israel seeks swift action on Iran amid split in US administration“
https://www.reuters.com/markets/commodities/israel-seeks-swift-action-iran-sources-say-with-split-us-administration-2025-06-21/ - Puls24 (21.06.2025):
„Neuer iranischer Raketenangriff auf Israel: 90 Verletzte“
https://www.puls24.at/news/politik/neuer-iranischer-raketenangriff-auf-israel-90-verletzte/418707
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