Fake-Viruswarnung + Hotline:
Solche Meldungen sind oft der Einstieg in sogenannten Tech-Support-Betrug. Dabei wird Angst erzeugt, um Zugriff auf Geräte oder Konten zu bekommen.
→ Fake Virenwarnung erkennen
→ Malware erkennen
Am Donnerstag (24.07.) gegen 12.15 Uhr arbeitete sie im Homeoffice an ihrem Laptop, als sich eine Meldung öffnete, dass der Laptop von einem Virus befallen sei. Zur Problemlösung bot die Meldung gleich eine entsprechende Hotline an. Solche Fälle sind kein Einzelfall. Sie folgen einem klaren Muster: Eine angebliche Warnung erzeugt Druck, eine Hotline bietet Hilfe – und genau dort beginnt der Betrug.
Um ihren Computer wieder nutzen zu können, rief die Coesfelderin bei der Hotline an und wurde dort mit einer unbekannten Tatverdächtigen verbunden. Diese bot an, eine Fernwartung an dem Laptop durchzuführen, und erhielt dazu von der Geschädigten Zugriff auf den Rechner.
Genau hier beginnt der eigentliche Angriff. Solche Fernwartungszugriffe sind eine bekannte Betrugsmasche. Täter nutzen sie, um Kontrolle über Geräte zu erhalten, Daten auszulesen oder Zahlungen zu manipulieren.
Oft steht dahinter kein echter Virus, sondern eine gezielte Täuschung. Wie solche Fake-Warnungen funktionieren:
→ Fake Virenwarnung erkennen
Statt angebliche Viren zu beseitigen, die es tatsächlich nie gab, brachte die Unbekannte die Coesfelderin dazu, mehrere Überweisungen durchzuführen – angeblich, weil auch ihr Online-Banking von dem Virus befallen sei. Später stellte die Geschädigte jedoch fest, dass zwei Überweisungen über einen in Summe vierstelligen Betrag von ihrem Konto getätigt worden waren. Sie erstattete Anzeige.
In vielen Fällen geht es dabei nicht nur um eine einmalige Zahlung. Täter versuchen auch, Zugangsdaten zu erlangen oder weitere Konten zu übernehmen.
→ Warum Passwörter oft die größte Schwachstelle sind
Wir raten:
- Gewähren Sie Unbekannten keinen Online-Zugriff auf Ihren Computer, Ihr Tablet oder Ihr Smartphone
- Geben sie keine sensiblen Informationen oder Zugangsdaten für Online-Banking oder Online-Bezahldienste heraus
- Tätigen sie niemals auf Aufforderung Überweisungen, ohne gründlich die Plausibilität zu überprüfen
- Informationen und Hilfestellungen erhalten Sie nicht bei dubiosen Hotlines oder Internetanbietern sondern bei ihrem Geldinstitut und bei der Polizei
- Wenn Sie Opfer eines Betruges geworden sind, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei
Weitere Varianten dieser Betrugsmasche
- Falsche Viruswarnungen auf dem Smartphone
- Falsche Virenwarnungen auf Android locken in die Falle
- iPhone: Mir wurde eine Viruswarnung angezeigt!
- Vorsicht vor Fake-Virenwarnungen auf Smartphone!
- Smartphone-Virenalarm: Falsche Warnung, echtes Risiko
Wenn Zugangsdaten betroffen sind, kann daraus schnell ein größerer Angriff entstehen:
→ Account gehackt: Ursachen und Ablauf
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