Stand: 17. September 2026
Eine Seniorin aus Langen in Hessen hat knapp 200.000 Euro verloren. Das ist am vergangenen Wochenende passiert. Betrüger haben sich als Mitarbeiter ihrer Bank ausgegeben und behauptet, ihr Konto sei gehackt worden. Das Besondere an dem Fall: Die Betrüger haben nicht nur angerufen. Vorher kamen auch Nachrichten und E-Mails.
Was über den Fall bekannt ist
Das Polizeipräsidium Südosthessen hat den Fall am 17. September 2026 gemeldet. Die Grafik zeigt, wie die Täter laut Polizei vorgegangen sind. Die Kriminalpolizei ermittelt. Wer die Täter sind, ist noch nicht bekannt.
Warum der Anruf so echt wirkt
Was die Frau in Langen gedacht hat, wissen wir nicht. Aber wir können erklären, wie diese Masche funktioniert. Stellen Sie sich vor, Sie bekommen eine Nachricht: Mit Ihrem Konto stimmt etwas nicht. Kurz danach ruft jemand an und sagt, er sei von Ihrer Bank. Der Anruf passt genau zur Nachricht. Deshalb wirkt er echt.
Genau das ist der Trick. Nachricht und Anruf können von denselben Betrügern kommen. Eine Lüge wird nicht wahr, nur weil sie per SMS, E-Mail und Telefon kommt.
So schützen Sie sich
Die Polizei gibt klare Tipps. Sagen Sie PIN, TAN oder Passwort niemals am Telefon. Die TAN ist der Code, mit dem Sie eine Überweisung bestätigen. Überweisen Sie kein Geld, nur weil ein Anrufer das verlangt. Das gilt auch, wenn er sagt, er sei von der Bank oder von der Polizei. Klicken Sie nicht auf Links in seltsamen SMS oder E-Mails.
Wenn Sie unsicher sind: Legen Sie auf. Das ist nicht unhöflich. Rufen Sie dann selbst bei Ihrer Bank an. Nehmen Sie aber nicht die Nummer aus der SMS oder E-Mail. Auch die Nummer auf dem Display kann gefälscht sein. Die richtige Nummer steht zum Beispiel auf Ihrer Bankkarte oder in Briefen Ihrer Bank.
Wenn es schon passiert ist
Haben Sie schon Geld überwiesen oder Daten genannt? Dann melden Sie sich sofort bei Ihrer Bank und bei der Polizei. Je schneller die Bank Bescheid weiß, desto eher kann sie handeln. Sie kann zum Beispiel Ihre Zugänge sperren. Ob das Geld zurückkommt, ist aber nicht sicher.
Schämen müssen Sie sich nicht. Diese Masche ist so gebaut, dass auch vorsichtige Menschen darauf hereinfallen. Was Sie jetzt tun können und wer in Österreich, Deutschland und der Schweiz hilft, zeigt unser Mimikama-Notfall-Check.
Nicht nur ein Thema für Ältere
In Langen war das Opfer eine ältere Frau. Das heißt aber nicht, dass nur ältere Menschen betroffen sein können. Der Trick arbeitet mit Angst und Zeitdruck, und das kennt jeder.
Trotzdem hilft es, mit Eltern und Großeltern über diese Masche zu reden. Die Polizei rät, sich bei Unsicherheit Hilfe von Angehörigen oder einer Vertrauensperson zu holen. Eine einfache Abmachung kann viel bewirken: „Wenn jemand wegen Geld anruft, rufst du zuerst mich an.“ Wer nicht selbst aufgeregt ist, erkennt einen Betrug oft schneller.
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