Im Bericht des DSC für September 2026 heißt es, das monatliche Beschwerdeaufkommen habe sich gegenüber dem Frühjahr verdreifacht. Betroffene klagen oft über mangelnde Erklärungen bei Kontosperren, unklare Entscheidungen zu Meldungen und schwierige Meldewege.
Kernaussage: Die DSC‑Behörde hat bislang 55 Verwaltungsverfahren eröffnet und 21 abgeschlossen, meist verbunden mit Anpassungen durch die Anbieter. Die meisten Fälle zu sehr großen Plattformen werden an die irische Aufsicht weitergeleitet, weil dort viele Dienste ihren EU‑Sitz haben.
Was offen bleibt: Der Bericht nennt keine absoluten Monatszahlen und keinen klaren Auslöser für den Anstieg – mehr Beschwerden müssen also nicht zwangsläufig mehr Verstöße bedeuten. Es ist unklar, welche Plattformen genau den Anstieg tragen und wie viele Meldungen tatsächlich DSA‑Verstöße sind.
Praktischer Rat: Wenn du eine unklare Sperre erlebst, nutze zuerst das interne Beschwerdeverfahren der Plattform. Sichere Entscheidung, Begründung, URLs, Screenshots und gesamte Kommunikation. Bei möglichen DSA‑Verstößen kannst du den DSC informieren – bedenke aber, dass der DSC Konten nicht selbst entsperrt.
Quellen
- Bundesnetzagentur/DSC: Bericht für die neunte Beiratssitzung, September 2026, September 2026
- DSC: Welche DSA‑Verstöße Nutzer:innen melden können
- DSC: Nutzerrechte bei Sperren, Löschungen und Meldungen
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)
