Am Telefon ist von verdächtigen Abbuchungen die Rede. In der Banking-App erscheint kurz darauf eine Freigabe. Zwei Österreicherinnen glaubten am 19. und 20. September 2026, damit Zahlungen zu stoppen – tatsächlich bestätigten sie Überweisungen an Betrüger.
In Tirol gab sich eine Anruferin als Bankmitarbeiterin aus. Sie behauptete, unberechtigte Abbuchungen rückgängig machen zu können. Das Opfer bestätigte mehrere zugesandte Login-TANs in der Banking-App. Dadurch gingen Überweisungen an verschiedene Empfängerkonten durch. Der Schaden liegt im fünfstelligen Eurobereich.
In Salzburg erzählte eine angebliche IT-Technikerin einer 87-Jährigen von drei verdächtigen Transaktionen. Nachdem die Frau den Zugang freigeschaltet hatte, führten die Täter drei Überweisungen aus, die sie bestätigte. Der Schaden beträgt rund 30.000 Euro. Was technisch genau freigeschaltet wurde, geht aus der Polizeimeldung nicht hervor.
Eine TAN bestätigt keine Erklärung am Telefon. Sie autorisiert eine konkrete technische Handlung. Entscheidend sind daher ausschließlich Empfänger, Betrag und Vorgang, die die Banking-App tatsächlich anzeigt. Eine vertraut klingende Stimme oder vorhandene Bankdaten machen den Anruf nicht echt.
Zwei ähnliche Fälle innerhalb von rund 24 Stunden sind ein Warnsignal, aber noch kein Beleg für eine österreichweite Welle oder dieselbe Tätergruppe. Das wiederkehrende Muster ist die Umkehrung der Handlung: Das Opfer glaubt, einen Angriff abzuwehren, und gibt dabei selbst Zahlung oder Zugang frei.
Quellen
- LPD Tirol: Betrug durch falsche Bankmitarbeiterin in Münster, 19.09.2026
- LPD Salzburg: 87-Jährige um 30.000 Euro geschädigt, 20.09.2026
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)
