Auf dem Handy erscheint eine SMS: Die FinanzOnline-ID laufe ab, ein Link führe zur Verlängerung. Später erklärt ein angeblicher Bankmitarbeiter, eine verdächtige Zahlung müsse per Push storniert werden. Die LPD Vorarlberg bestätigt laut VOL.AT vom 16. Oktober 2026 Anzeigen: Die Bestätigung gibt eine vorbereitete Überweisung frei.
Der Link in der SMS öffnet laut den Polizeiauskünften an VOL.AT eine gefälschte Webseite. Dort werden Bankzugangsdaten abgefragt. Beim späteren Anruf wird dann die echte Banking-App Teil der Täuschung: Sie zeigt eine wirkliche Zahlungsfreigabe, während der Anrufer diese als Stornierung ausgibt.
Auch der deutsche Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) warnt am 16. Oktober 2026 vor betrügerischen Nachrichten und Anrufen. Der BVR fordert selbst weder Bankzugangsdaten noch Zahlungsfreigaben an. Seine Warnung bezieht sich nicht auf die Anzeigen in Vorarlberg.
Wer am Telefon zu einer Freigabe gedrängt wird, sollte auflegen und die eigene Bank über eine bekannte offizielle Nummer kontaktieren. Die angezeigte Rufnummer ist kein sicherer Beleg, weil sie gefälscht sein kann. Wurden bereits Daten eingegeben oder Zahlungen bestätigt, rät die Polizei laut VOL.AT zum sofortigen Bankkontakt, zur vorübergehenden Sperre des Onlinebankings und zu einer Anzeige.
Betrüger verbinden gefälschte Finanzportale mit manipulierten Bankanrufen. Wir haben dieses Zusammenspiel bereits näher erklärt. Eine echte Banking-App und eine vertraut wirkende Rufnummer machen die Geschichte am Telefon nicht glaubwürdig – entscheidend ist, welcher Auftrag in der App tatsächlich freigegeben wird.
Quellen
- VOL.AT: Betrug: Polizei warnt vor gefährlichem Trick mit Push-Nachrichten, 2026-10-16
- Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR): BVR warnt vor Betrugsversuchen: Keine Zugangsdaten oder Freigaben weitergeben, 2026-10-16
- Mimikama: Fake-Finanzportale und Spoofing-Anrufe kosten hohe Summen, 2026-03-02
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