Die Behauptung
Ein echtes Foto aus den Epstein-Akten zeige Beyoncé mit einem oberkörperfreien Donald Trump und Jeffrey Epstein in einem Flugzeug und belege ihre Verwicklung in den Fall.
Aufgestellt von: Vorgelegter Screenshot des Beitrags vom 26. Oktober 2026 und zwei vom Nutzer übermittelte Hive-Ergebnisansichten
Irreführend
Irreführend. Der Beitrag präsentiert die Bilder als echte Aktenfotos. Die vorgelegten Hive-Analysen sprechen mit jeweils 99,9 Prozent für KI-Erzeugung. Eine überprüfbare Aktenfundstelle fehlt; der Vorwurf gegen Beyoncé ist damit nicht belegt.
Die beiden verbreiteten Bilder werden von der KI-Erkennungssoftware Hive jeweils mit 99,9 Prozent als KI-generiert eingestuft. Das zeigen die uns vorgelegten Ergebnisansichten für genau diese Motive. Der Beitrag präsentiert die Darstellungen trotzdem als echte Aufnahmen aus den Epstein-Akten und benutzt eines davon, um Beyoncé eine Verwicklung in den Fall zu unterstellen.
Auf dem ersten Bild ist die Sängerin hinter einem oberkörperfreien Donald Trump und Jeffrey Epstein in einer Flugzeugkabine dargestellt. Das zweite zeigt die Abbilder der beiden Männer an einem Tisch mit Geldscheinen. Der vorgelegte Beitrag trägt das Datum 26. Oktober 2026 und behauptet, die Epstein-Akten seien erneut durchgesickert. Eine überprüfbare Fundstelle für die angeblichen Beweisfotos nennt er im sichtbaren Ausschnitt nicht.
Beide Bilder erhalten einen KI-Wert von 99,9 Prozent
Die erste Hive-Ergebnisansicht zeigt das Motiv mit Beyoncé und weist 99,9 Prozent für die Kategorie „AI-Generated Image“ aus. Die zweite Ansicht zeigt Epstein mit Geldscheinen neben Trump und denselben Wert. Wir haben diese Ergebnisansichten geprüft; die Tests wurden uns als Screenshots übermittelt und nicht von uns selbst ausgeführt.
Die Ergebnisse sind deutliche Hinweise auf künstlich erzeugte Bilder. Die Prozentwerte sind automatische Einschätzungen des Erkennungssystems; sie belegen weder den ursprünglichen Ersteller noch das verwendete KI-Modell. Ein verifizierter Erstellungsverlauf liegt uns nicht vor.
Der Verweis auf die Epstein-Akten ersetzt keinen Beleg
Das US-Justizministerium veröffentlicht Unterlagen zum Fall in seiner Epstein Library. Eine konkrete Fundstelle, die diese Bilder mit den veröffentlichten Unterlagen verbindet, konnten wir nicht bestätigen. Eine erfolglose Stichwortsuche allein wäre dafür auch kein Gegenbeweis: Das Ministerium warnt selbst vor technisch bedingten Lücken seiner Suchfunktion.
Der Vorwurf gegen Beyoncé wird im Beitrag aus der dargestellten gemeinsamen Szene abgeleitet. Gerade deren Echtheit wird durch die KI-Analysen jedoch deutlich infrage gestellt. So wird ein mutmaßlich künstlich erzeugtes Bild zur scheinbaren Belastung einer realen Person. Selbst ein echtes gemeinsames Foto würde für sich allein keine Beteiligung an Straftaten nachweisen. Über andere Bilder aus dem Umfeld Epsteins sagt diese Prüfung nichts aus.
Quellen
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.

