Facebook Online-Shops: Mafiamethoden und Schutzgelderpressung auf Facebook?
Erfahren Sie, wie Internetkriminelle Facebook für Erpressung und Schutzgelderpressung missbrauchen. Mimikama bietet wichtige Tipps zur Sicherheit im Netz
→Wie erkennt man Facebook-Betrug im Alltag? Antworten finden Sie im Leitfaden Facebook-Betrug.
Internetkriminelle werden immer dreister und man fragt sich wirklich bereits, ob die Welt noch in Ordnung ist! Das Unternehmen e-zigi.de (einer der ersten Anbieter von elektrischen Zigaretten) betreibt auf Facebook eine eigene Fanseite inkl. eines eigenen Online-Shops. Angeblich wurde auf den Online-Shop eine Attacke gestartet, sodass dieser 2 Tage offline war. Die Internetkriminelle meinten, dass dies nur ein Warnschuss gewesen sei und das Unternehmen solle 300 EUR mit Ukash zahlen, denn sonst wird es eine weitere und längere Attacke auf den Online Shop geben. Schauen wir uns das Ganze im Detail an.
e-zigi.de betreibt auf Facebook einen eigenen Online Shop:
Guten Abend ‚E-Zigi‘ Team, Wir haben vorgestern eine Attacke gestartet auf ihren Online Shop, so dass, er ~2Tage Offline war. Dies war nur ein kleiner "Warnschuss" sollten sie bis morgen [06.03 – 21Uhr ] nicht 300€ Ukash an uns bezahlt haben. So werden wir eine weitere längere Attacke auf ihren Online Shop starten, wie sie bei uns mit Ukash zahlen können & wo sie es herbekommen, dazu finden sie unten eine Anleitung. ############# ~Anleitung~############### Sie suchen sich nun eine Verkaufsstelle von Ukash in ihrer Umgebung aus unten finden sie den Link: http://www.ukash.com/de/de/where-to-get.aspx
Wenn sie dies erledigt haben, fahren sie zu der Verkaufstelle und sagen einem Mitarbeiter an der Kasse, das sie 300€ Ukash kaufen möchten. Sie erhalten dann 3 Kassenbons mit Zahlenkominationen drauf, diese Zahlenkombinationen teilen sie uns per Email mit ( [email protected] ) Dannach werden wir ihnen auch noch eine kleine Anleitung schreiben, wie sie sich gegen solche Attacken schützen können. MfG Paradoxnet-Crew
Von wem stammte diese Nachricht und wer verbirgt sich dahinter?
Die Nachricht wurde von der Mailadresse [email protected] gesendet und die Dömäne @secure-mail.biz ist in diesem Sinne keiner "Person" zugeordnet. sondern "secure-mail.biz" ist ein Anbieter, wo man ANONYM und SICHERE E-Mail Postfächer beziehen kann.
Der Anbieter schreibt selbst über sich:
"Wir wollen euch in der heutigen Zeit noch etwas Anonymität und Sicherheit bieten und haben deswegen einen E-Mail Service gestartet der euch vor der Vorratsdatenspeicherung und dem sonstigen Protokollierungs-Wahn schützt. Wir speichern weder IP’s noch sonstige personenbezogene Protokolle und Daten, sei es im User Interface oder sonst wo. Auch wird eure IP nicht beim Senden einer E-Mail mit gesendet sondern mit einer anderen ersetzt."
Allerdings ist es aber auch so, dass dieser Dienst keinen SPAM erlaubt!
Secure-Mail.biz verfolgt in Sachen Spam eine Null-Toleranz-Politik. Das heißt der Kunde verpflichtet sich, dass er den Service nicht für den Versand von Massen-E-Mails (so genanntem Spamming/Spam) verwendet. Bei Verstoß gegen diese Regelung wird der Benutzer sofort und ohne Vorwarnung gesperrt.
Das bedeutet nun, dass Internetkriminelle sich bei diesem Anbieter eine E-Mail-Adresse angelegt haben und man sie dadurch nicht zurück verfolgen kann!
Die Betrüger möchten mit dieser Nachricht 300 EUR mittels "Ukash" transferiert bekommen.
ZDDK-Anmerkung: Ukash war bereits schon einmal Thema bei
Die Nachricht stammt von der "Paradoxnet-Crew" die wiederum bekannt sind , Webseiten zu hacken!
Wie soll ich mich verhalten?
Sollten Sie so eine Nachricht bekommen, dann kommen Sie der Aufforderung NICHT NACH.
Antworten Sie auf keinen Fall auf so eine Nachricht.
Melden Sie solche Drohungen Ihrem Provider.
Tätigen Sie eine Strafanzeige bei Ihrem Polizeiamt / Polizeiwache
Auf der Webseite des "Bayrischen Rundfunks" haben wir einen weiteren interessanten Artikel gefunden: "Schutzgeld 2.0" – "Zahl", oder wir legen deinen Shop lahm, nennt! Hier wird das Thema ebenfalls behandelt. Weiters bekommt man beim "Bayrischen Rundfunk" auch eine Info, was im Ernstfalle zu tun ist!
Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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