Was ist passiert?
Die Facebook-Seite „Maischberger Live“ erweckt den Eindruck, ein offizieller Kanal des bekannten ARD-Formats zu sein. Doch ein Blick in die Seitentransparenz deckt auf:
Die Seite wurde ursprünglich 2020 unter dem Namen „Pierre Dassigny Psychologue.net“ in Frankreich erstellt. Erst im Juni 2025 wurde der Name in „Maischberger Live“ geändert – offensichtlich, um mit dem bekannten Namen Reichweite und Vertrauen zu erschleichen.
Noch dubioser: Die Administratoren der Seite sitzen nicht in Deutschland, sondern laut Facebook-Transparenzbericht hauptsächlich in Vietnam, Laos und Nepal. Das ist extrem ungewöhnlich für ein angeblich deutschsprachiges Medienangebot.
Warum das gefährlich ist
Solche gefälschten Seiten sind kein Einzelfall. Immer wieder nutzen Betreiber aus dem Ausland bekannte Namen, um Fake-News, Clickbait, unseriöse Links oder Phishing-Inhalte zu verbreiten. Wer hier interagiert, läuft Gefahr, auf gefälschte Gewinnspiele, Desinformation oder gar Schadsoftware hereinzufallen.
Unsere Empfehlung
Finger weg von „Maischberger Live“ auf Facebook!
Prüfe bei Medienseiten immer die Transparenzinformationen. Klingen Name, Herkunft und Entstehungsgeschichte widersprüchlich – dann ist Misstrauen angesagt.
👉 So erkennst du gefälschte Seiten:
- Name wurde kürzlich geändert
- Ursprünglich unter anderem Namen oder Thema erstellt
- Betreiber sitzen in Ländern ohne Bezug zur Seite
- Keine Impressumsangaben oder ohne externe Links zur echten Quelle
- Inhalte wirken populistisch, emotional oder irreführend
🔎 Mimikama-Tipp:
Du kannst solche Seiten direkt bei Facebook melden:
Menü → Seite melden → Gibt sich als jemand anderes aus.
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