Achtung vor dem Facebook-Video mit dem Eisbären und der Frau

Tom Wannenmacher, 13. März 2017

Im Moment macht auf Facebook ein Statusbeitrag die Runde welches ein angebliches Video darstellen soll. DOCH ACHTUNG!

Sobald man klickt, wird man auf eine dubiose Webseite umgeleitet. Es handelt sich um diesen Facebook-Statusbeitrag (Screenshot)

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Klickt man auf den Statusbeitrag, dann wird man auf folgende Webseite umgeleitet:

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VORAB! Was sehen wir hier auf Facebook

Wir haben hier einen Statusbeitrag mit einem reißerischen Titel und Vorschaubild. Unter Vorgabe falscher Tatsachen werden Facebook-Nutzer auf eine Webseite umgeleitet, welche man zuerst TEILEN muss um ein angebliches Video zu sehen zu bekommen. Doch dem ist nicht so, denn es gibt kein VIDEO zu sehen. Nachdem der User das Video abermals auf Facebook geteilt haben, bekommen noch mehr Nutzer diesen Statusbeitrag zu Gesicht und klicken abermals auf diesen. Die Virale-Welle wird dadurch ausgelöst.

Die angebliche Altersverifizierung stellt nichts anderes dar, als das man den User auf dubiose Gewinnspielseiten lockt, bei der ein Nutzer private Daten in ein Gewinnspielformular eingeben müssen. Diese Gewinnspiele sind also nichts anderes als Adresshandel. Es geht um “Lead-Generierung” also um die Erstellung vollständiger und korrekter Datensätze, welche zu Werbezwecken verkauft werden. Wenn nun allein die Provision bei 2 € pro Datensatz liegt, dann kann man sich selbst mal überlegen, wie wertvoll so ein Datensatz ist.

Zuerst einmal Teilen, Teilen, Teilen….

Möchte man sich das Video ansehen, dann muss man dieses zuerst mit seinen Freunden auf Facebook teilen. Hat man diesen Schritt getätigt, wird dem User eine Altersverifizierung vorgegaukelt, die folgendermaßen aussieht:

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Klickt man die angezeigten Verweise an, dann landet man immer wieder auf dubiosen Gewinnspielseiten inkl. Formularen, bei denen man nun seine Daten einzugeben hat. Wie z.B diesen beiden hier:

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Was haben wir hier?

Wir haben hier einen Statusbeitrag mit einem reißerischen Titel und Vorschaubild. Unter Vorgabe falscher Tatsachen werden Facebook-Nutzer auf eine Webseite umgeleitet, welche man zuerst TEILEN muss um ein angebliches Video zu sehen zu bekommen. Doch dem ist nicht so, denn es gibt kein VIDEO zu sehen. Nachdem der User das Video abermals auf Facebook geteilt haben, bekommen noch mehr Nutzer diesen Statusbeitrag zu Gesicht und klicken abermals auf diesen. Die Virale-Welle wird dadurch ausgelöst.

Die angebliche Altersverifizierung stellt nichts anderes dar, als das man den User auf dubiose Gewinnspielseiten lockt, bei der ein Nutzer private Daten in ein Gewinnspielformular eingeben müssen.

Diese Gewinnspiele sind also nichts anderes als Adresshandel

Es geht um “Lead-Generierung” also um die Erstellung vollständiger und korrekter Datensätze, welche zu Werbezwecken verkauft werden. Wenn nun allein die Provision bei 2 € pro Datensatz liegt, dann kann man sich selbst mal überlegen, wie wertvoll so ein Datensatz ist.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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