Die Behauptung
Briefzusteller sind in Deutschland regelmäßig rassistischen und verbalen Angriffen ausgesetzt, die zum Teil lebensgefährlich sind. Dies betrifft vor allem Zusteller mit Migrationshintergrund, die während der Arbeit beschimpft werden.
Wahr
Die Deutsche Post bestätigt eine zunehmende Zahl von Übergriffen auf ihre Zusteller, insbesondere mit rassistischem Hintergrund. Diese Übergriffe sind nicht nur eine moralische Bankrotterklärung, sondern auch eine Gefahr für die betroffenen Mitarbeiter, die häufig auf der Straße angefeindet werden.
Kurzer Überblick über die Fakten:
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- Aggressionen im Straßenverkehr: Postzusteller werden oft beschimpft, wenn sie in zweiter Reihe ausladen.
- Rassistische Beleidigungen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden aufgrund ihrer Hautfarbe und Herkunft verbal angegriffen.
- Sicherheitsvorkehrungen: In gefährlichen Zustellgebieten setzt die Post Sicherheitskräfte ein oder verstärkt das Personal.
Rassismus und Übergriffe auf Postzusteller: ein wachsendes Problem
Die Deutsche Post schlägt Alarm. Immer häufiger berichten Zusteller von verbalen Angriffen, die sie bei ihrer Arbeit erleben – oft mit rassistischen Untertönen. Zusteller werden beschimpft, weil sie eine andere Hautfarbe haben oder ausländischer Herkunft sind. Vorstandsmitglied Nikola Hagleitner beschreibt diese Situation als „erschütternd“, da es für viele Zusteller zum Alltag gehöre, beschimpft zu werden.
Rassistische Sprüche im Alltag eines Zustellers
Manche Kunden beschweren sich sogar direkt bei der Post – nicht über die verspätete Zustellung, sondern über die Herkunft der Zusteller. Hagleitner: „Es gibt tatsächlich Leute, die sich beschweren, weil sie keine Post von einem ausländischen Zusteller haben wollen. Das zeigt, wie tief Vorurteile in der Gesellschaft verankert sind. Solche Vorfälle sind nicht nur ärgerlich, sondern auch ein erschreckend klarer Ausdruck von Rassismus, der an die Oberfläche kommt.“
Aggressionen im Straßenverkehr: Zusteller entwickeln ein „dickes Fell“
Neben dem Rassismus auf der Straße erleben Postzusteller zunehmend Aggressionen im hektischen Stadtverkehr. Es ist keine Seltenheit mehr, dass Zusteller beim Ausladen ihrer Pakete in zweiter Reihe wüst beschimpft werden. Hagleitner spricht von „Beschimpfungen, die fast schon die Regel sind“. Die Zusteller brauchen ein „dickes Fell“, um diese Anfeindungen zu ertragen – aber das kann nicht die Lösung sein.
Gefährliche Zustellgebiete: Wenn die Sicherheit der Zusteller nicht gewährleistet ist
In besonders problematischen Gebieten hat die Sicherheit der Zusteller Vorrang. So entschied die Deutsche Post im Juli 2024, die Paketzustellung in einem Hochhaus in Duisburg vorübergehend einzustellen, nachdem es dort wiederholt zu gefährlichen Situationen gekommen war. Seit Ende September wird das Gebäude wieder beliefert, allerdings unter Begleitung eines Sicherheitsdienstes.
Fazit zum Thema Aggressionen gegen Zustellerinnen und Zusteller
Die zunehmende Zahl von Übergriffen auf Zustellerinnen und Zusteller, insbesondere mit rassistischem Hintergrund, ist nicht nur ein Armutszeugnis für die Gesellschaft, sondern auch eine unmittelbare Bedrohung für die Betroffenen. Es liegt auf der Hand, dass hier Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Sicherheit und Würde der Beschäftigten zu schützen, die eine für die Gesellschaft unverzichtbare Arbeit leisten.
Quelle: tagesschau.de
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