Immer wieder stehen große Onlinehändler wie Amazon für den Vertrieb rechter Propagandaprodukte in der Kritik. Nun sollen Flaggen, Bücher und Bilder aus dem Sortiment genommen werden.
Wie rnd berichtet, reagieren Amazon, Google und Wish nun auf das Problem von Nazi-Produkten in ihrem Sortiment. Obwohl rassistische Produkte auf den Plattformen verboten sind, tauchen doch immer wieder Onlinestores auf, die rechtsradikale Inhalte verkaufen.
Nach einer Recherche der BBC waren unter anderem Neonazi-Bücher, Produkte im Zusammenhang mit dem Ku-Klux-Klan und White-Supremacy-Artikel zu finden. Sogar Flaggen mit Nazi-Symbolen oder Bilder von brennenden Pride-Fahnen spuckte der Algorithmus von Amazon und Wish aus.
Oren Segal von Anti-Defamation-League (ADL) erklärte gegenüber der BBC, dass „das keltische Kreuz dabei eines der häufigsten Symbole von weißen Suprematisten“ sei und fordert, dass Unternehmen „ständig auf dem neuesten Stand sein müssen, was ihre Algorithmen empfehlen“.
Plattformen ergreifen Maßnahmen gegen Verkäufer
Amazon reagierte rasch und teilte mit, dass „die fraglichen Produkte nicht mehr verfügbar sind und Maßnahmen gegen die Verkäufer ergriffen wurden, die die Produkte angeboten und somit gegen die Richtlinien verstoßen haben“.
So heißt es in den Richtlinien von Amazon, dass sich das Unternehmen vorbehalte, unangemessene Inhalte zu entfernen. Verboten sind „Produkte, die den Nationalsozialismus verherrlichen oder rechtfertigen: Der Verkauf von Produkten, die den Nationalsozialismus oder eine verfassungswidrige Organisation verherrlichen, unterstützen oder rechtfertigen, einschließlich aller Produkte mit Symbolen verfassungswidriger Organisationen (z.B. Produkte mit einem Hakenkreuz oder SS-Runen) (§ 86, 86a Strafgesetzbuch), ist untersagt“.
Google Play und Book Store ebenfalls betroffen
Rassistische Bücher waren aber auch im Google Play und Book Store zu finden – auch hier sind entsprechende Inhalte verboten:
“Wir erlauben keine Anzeigen oder Produkte, die auf unseren Plattformen verkauft werden und schockierende Inhalte anzeigen oder Hass fördern. Wir setzen diese Richtlinien energisch durch und ergreifen Maßnahmen, wenn wir feststellen, dass sie verletzt werden”,
erklärt Google.
Und auch das E-Commerce-Unternehmen Wish betont, die Produkte aus dem Sortiment nehmen zu wollen:
“Wir arbeiten hart daran, diese Elemente zu entfernen und zusätzliche Schritte zu unternehmen, um zu verhindern, dass solche Elemente erneut angezeigt werden.”
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Quelle: rnd
Artikelbild: Shutterstock / Von KartikSewani
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