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Hundefänger im weißen Mercedes wieder unterwegs! (Aber nur in sozialen Netzwerken)

Kathrin Helmreich, 6. April 2018

Seit gut 6 Jahren fährt nun der immer gleiche Bulli seine Runden und will unsere Hunde stehlen… oder auch nicht!

Wieder erhalten wir Anfragen zu einer sehr alten Falschnachricht. Es geht um den weißen Mercedes, der angeblich von Männern gefahren wird, die unsere Hunde stehlen wollen, um sie für Hundekämpfe rund um Europa zu missbrauchen.

Der Text sowie das Foto sind immer gleich:

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Bild im Klartext:

ACHTUNG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
DIESES MISTPACK STIEHLT UNSERE HUNDE FUER HUNDEKÄMPFE RUND UM EUROPA…. BITTE TEILEN!!!!!!!
, das nummernschild ist auch lesbar wenn man auf das foto klickt, bitte ÜBERALL, AUCH IN GRUPPEN TEILEN

Wie schon erwähnt, hält sich dieses Gerücht bereits seit beinahe 6 Jahren hartnäckig.

Eine norwegische Webseite berichtete 2012 über diesen Lieferwagen:

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Auszug:

„Die Polizei warnt vor diesem weißen Mercedes mit SPANISCHEN KENNZEICHEN“
kürzlich wurde ein weißer Mercedes mit spanischen Kennzeichen gesichtet. Die Insassen, vermutlich Osteuropäer, meinten das Sie auf der Suche nach Metallen und Batterien sind.

Die Polizei warnt die Bevölkerung, dass sie aufmerksam sein soll, wenn sie dieses Auto sieht, da es sein kann, dass die beiden nicht nur Metalle suchen, sondern auch persönliche Wertgegenstände.

Wir haben uns beide Fotos einmal näher angesehen (also das von Facebook und das von der norwegischen Seite).

Wir sind uns sicher, das es sich hierbei um dasselbe Auto handelt, denn es gibt 4 Übereinstimmungen:

1) Der Fahrer trägt denselben Pullover.
2) Das Auto hat auf der rechten Seite den gleichen Schaden.
3) Vorne befindet sich ebenfalls ein „Hufeisen“ und
4) obwohl das Kennzeichen bei der norwegischen Seite verpixelt ist, denken wir, dass es ebenfalls identisch ist / Spanisches Kennzeichen

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Ergebnis:

Es ist also eine typische Falschmeldung.

Es dürfte dieses Auto mit diesen Insassen geben bzw. gegeben haben, aber diese Männer fangen keine Hunde ein (so wie auf Facebook beschrieben), sondern sind auf Metalle und Kupfer aus, was ja generell ein Problem in Europa ist.


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