Auf einem Anonymous Twitteraccount ist zu lesen: #Anonymous is at war with #Daesh.
In einem kurzen Tweet kündigte am 15. November 2015 um 22:14 Uhr an, dass sich Anonymous ab jetzt im Krieg mit Daesh befinde. Daesh ist eine andere Bezeichnung für den IS.
Im Klartext steht dort:
Make no mistake: #Anonymous is at war with #Daesh. We won’t stop opposing #IslamicState. We’re also better hackers. #OpISIS
Damit sagt dieser Account deutlich aus, dass man definitiv den IS als Feind habe und auch nicht mit den (Cyber)Attacken aufhören werde. Der Hashtag #OpISIS ist dabei nicht neu, sondern führt zurück auf die Anschläge auf Charlie Hebdo, bei der ebenfalls Anonymous-Zellen sich gegen den IS-Terror aussprachen und diese Inhalte unter #OpISIS verknüpften. Somit gibt es die Cyberattacken des Netzwerkes gegen den IS bereits schon länger, jedoch sind diese durch die Anschläge am vergangenen Wochenende erneut in das Licht getreten.
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Was nun geschehen soll
Der “Kampf” in diesem Sinne läuft natürlich nur im Internet ab, wenn man es so ausdrücken möchte sind es Cyberangriffe. Im Konkreten geht es zunächst darum, die Kommunikationskanäle des IS in sozialen Netzwerken zu stören oder zu zerstören. Hauptangriffsziel sind hier die Twitteraccounts.
Diese Accounts sollen „genullt“ werden, um die Kommunikation und die Propaganda zu minimieren. Involviert werden dabei aber auch „normale“ User, indem IS-Accounts public gemacht werden, damit man sie melden kann.
Neben dem Hashtag #OpISIS werden auch die Bezeichnungen #IceISIS und #OpParis zur Markierung genutzt.
So präsentierte selbiger Twitteraccount bereits heute morgen (16.11.) um 7:02 Uhr eine Auflistung von 1000 Accounts, welche sie Mitgliedern des IS zuordnen.
Diese Accounts sollen nun außer Kraft gesetzt werden, damit die einzelnen Mitglieder sich nicht mehr untereinander koordinieren können. Ebenso findet man in den Kommentaren zu diesem Tweet von einem anderen Account einen Hinweis über 1700 IP-Adressen, welche ebenfalls angeblich IS-Mitglieder zugeordnet seien.
Ergebnisse
Tatsächlich sind viele der aufgelisteten Account derzeit nicht zu erreichen. Inwiefern diese Angriffe nun das IS-Netzwerk stören, lässt sich nicht aussagen. Die Spekulationen hierzu gehen in verschiedenen Richtungen.So kann man der Welt entnehmen, dass die Aktion sogar gegenteilig ausfallen kann, da aus der ausbleibenden Kommunikation eine schnellere und intensivere Radikalisierung resultieren könne.
Das sind jedoch alles Thesen, die einzelnen Fortschritte und Meldungen können auf Twitter unter #OpISIS verfolgt werden.
Abschließend
Begleitend zu den jüngsten Cyberangriffen gab es ein Video, in welchem nochmals die Motive von Anonymous dargelegt werden. Dieses Video ist mittlerweile in mehreren Sprachen verfügbar. Ob und wie dieses Video der #OpISIS zugeordnet werden kann, ist jedoch umstritten, wie so viele Bekanntmachungen unter dem Namen Anonymous, da es sich bei Anonymous nicht um eine feste Struktur mit klaren und greifbaren Ansprechpartnern handelt, sondern aus seiner Natur heraus nicht definiert werden kann, wer und was hinter der Netzbewegung steckt.
Zum Abschluss noch der Hinweis: Anonymous Deutschland hat nichts mit der Facebook-Seite zu tun, die immer wieder in der Kritik steht und sich unter dem Namen Anonymous.Kollektiv verkauft. Die Facebookseite Anonymous.Kollektiv ist nach mehrheitlicher Aussage auch nicht dem Anonymous Netzwerk zuzuordnen und hat keinerlei Teilnahme an dieser Aktion.
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
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