Antifa-Adressen: Der große Schwachsinn!

Schütze dich vor Falschinformationen über die angebliche Antifa-Adressenliste. Informiere dich über die Hintergründe auf Mimikama und erkenne die Wahrheit

Seit Jahren schon wird auf Social Media eine Art Feindesliste verbreitet, welche die Adressen von 25.000 Antifa-Mitgliedern beinhalten soll.

Userin „Linda“ [Name geändert] ist sauer. Schon wieder wird die Liste verteilt, auf der sie mit vollem Namen und Adresse genannt wird. Sie will Anzeige erstatten, denn diese angebliche Antifa-Mitgliederliste ist eine Lüge.

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Doch diese Lüge interessiert jene nicht, die die Liste verbreiten. Was in abgeschlossenen Messengergruppen teilweise wie eine Todesliste verteilt wurde, ist auch von Politikern verbreitet worden und hat nun Eingang in die Telegram-Chatgruppen gefunden.

So wie beispielsweise im sogenannten Freiheits-Chat, der über 11.000 Abonnenten hat. Dort wurde die Liste ebenfalls in den letzten Junitagen veröffentlicht, aber auch in verschiedenen anderen kleineren Chatgruppen.

Das Problem, sowie Nutzerin Linda es ebenfalls weiß: Diese Liste ist keine Aufstellung von Antifa-Mitgliedern, sondern eine Kundendatenbank eines Webshops!

Keine Antifa-Adressliste!
Keine Antifa-Adressliste!

Faktencheck Antifa-Adressen

Was wir dazu wissen: Dieser vermeintliche Antifa-Adressdatenbank zeigt 25.000 Namen, Adressen und Telefonnummern. Diese Namen und Adressen sind durchaus echt, jedoch haben sie rein gar nichts mit irgendeiner „Antifa“ zu tun.

Diese Liste ist schon länger bekannt und stellt eine Kundendatenbank dar. Wer diese Liste verteilt oder gar den Personen in der Liste droht, macht sich unter Umständen strafbar, was wir unbedingt vermeiden wollen.

Denn auch in diesem neuen Fall ist die Lage klar, dass es sich bei der Liste und den Adressen um einen Auszug aus der Kundendatenbank des Punkrock-Versandhandels “Impact-Mailorder” handeln dürfte.

Bereits in den vergangenen Fällen konnten verschiedene Personen uns gegenüber bestätigten, dass sie auf der Liste stehen und zuvor auch in dem Webshop gekauft haben. Teilweise waren es nur Produkte wie beispielsweise Schuhe oder gar lediglich ein Haarspray.

Nicht weiter teilen!

Diese Menschen haben seit Jahren Angst und jedes Mal, wenn diese Liste erneut geteilt wird, entsteht eine potenzielle Gefahr für die Menschen auf der Liste.

Userin Linda hat die Nase voll davon. Ihr ist klar: Sie will Anzeige gegen denjenigen erstellen, der erneut die Liste in Umlauf gebracht hat

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