Verkaufen Sie Ihr Auto und ertrinken in verlockenden Angeboten von vermeintlich seriösen Käufern? Gut so! Aber was, wenn einer von ihnen vorschlägt, das Auto per Kurierdienst oder Spedition abholen zu lassen? In diesem Artikel werden wir uns mit der Betrugsmasche befassen, die sich in den dunklen Ecken der Autoverkaufsplattformen herumtreibt.

Jeder, der schon einmal ein Auto online verkauft hat, kennt die Freude, die ein vielversprechendes Angebot hervorruft. Es ist jedoch wichtig, vorsichtig zu sein, denn nicht jeder Kaufinteressent ist so aufrichtig, wie er auf den ersten Blick erscheinen mag. Tatsächlich gibt es Betrugsmaschen, die speziell darauf abzielen, unerfahrene Autoverkäufer auszutricksen. Eine solche Methode ist die Verwendung von Kurierdiensten oder Speditionen. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf diese Taktik und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie diese Fallen vermeiden können.

So agieren die Betrüger beim Autoverkauf

  • Die Masche

Sie haben Ihr Auto auf einer gängigen Verkaufsplattform wie AutoScout24, Willhaben oder http://ländleanzeiger.at inseriert. Nicht lange, nachdem Sie Ihr Angebot veröffentlicht haben, erhalten Sie eine Nachricht von einem Interessenten. Dieser wirkt freundlich, interessiert und bestätigt sogar Ihr Preisangebot ohne zu feilschen. Klingt perfekt, oder?

  • Die Kommunikation

Der Interessent stellt Ihnen eine Reihe von Fragen, um sein Interesse zu bekräftigen: Sind Sie der Erstbesitzer? Warum verkaufen Sie das Auto? Wann wurde es zuletzt gewartet? Das klingt alles sehr legitim und sorgt dafür, dass Sie sich bei dem Käufer wohlfühlen. Oft wird sogar eine Ausweiskopie angehängt, um Vertrauen zu erzeugen. Allerdings findet meistens kein persönlicher Kontakt oder Telefongespräch statt.

  • Die Übergabe

Nachdem alle Verkaufsbedingungen geklärt sind, kommt der Käufer mit einer unerwarteten Information: Er kann das Auto nicht selbst abholen, da er im Ausland ist oder es ihm an Zeit mangelt. Stattdessen möchte er einen Kurierdienst oder eine Spedition beauftragen. Nun sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen.

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Die betrügerische Abwicklung über Kurierdienst und N26

Der Käufer schlägt vor, einen Kurierdienst oder eine Spedition zu beauftragen, um das Auto abzuholen. Er erklärt, dass er den Kaufpreis sowie die Kosten für die Spedition bereits bei seiner Bank eingezahlt hat. Diese soll das Geld treuhänderisch verwalten und erst freigeben, wenn das Auto übergeben ist.

Die Bankkommunikation

Der Käufer gibt an, dass er das Geld für den Kauf und die Spedition bereits an seine Bank, oft die N26, überwiesen hat. Sie erhalten eine Bestätigung per E-Mail von der angeblichen Bank. Doch diese E-Mail ist gefälscht! Die Betrüger bitten Sie indessen, die Versandkosten an die Spedition zu überweisen, um Ihre Vertrauenswürdigkeit zu beweisen.

Das Ergebnis der betrügerischen Aktion

Wenn Sie auf diese Betrugsmasche hereinfallen und das Geld für die vermeintliche Spedition überweisen, werden die Kriminellen wahrscheinlich noch mehr Geld von Ihnen fordern. Der Kontakt wird erst abgebrochen, wenn Sie den Betrug bemerken und die Zahlungen stoppen.

Rechtliche Drohungen

Wenn Sie den Betrug durchschauen und sich weigern, weiteres Geld zu überweisen, könnten die Betrüger versuchen, Sie einzuschüchtern. Sie geben sich als Mitarbeiter der N26 Bank oder der Spedition aus und drohen mit rechtlichen Konsequenzen. Ignorieren Sie diese Drohungen und brechen Sie den Kontakt ab.

Schützen Sie sich vor Betrug

Zum Abschluss möchten wir Ihnen einige Tipps geben, wie Sie sich vor solchen Betrugsmaschen schützen können:

  • Vermeiden Sie Verkäufe ins Ausland, wenn möglich.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Käufer das Auto per Kurierdienst oder Spedition abholen lassen möchten.
  • Überweisen Sie als Verkäufer niemals Geld im Voraus.
  • Vertrauen Sie nicht blind auf E-Mails, die angeblich von Banken stammen. Kontaktieren Sie bei Unsicherheiten immer die Bank direkt.
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Denken Sie daran, dass wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch. Bleiben Sie wachsam und schützen Sie sich vor Betrug beim Autoverkauf.


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Quelle:

Watchlist Internet

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