Was tun, wenn man da beste für sein Land möchte? Nun, man kann wählen gehen, sich selber politisch engagieren, vielleicht gar eine Parteispende absenden oder am Ende gar …. beten!
Und das nun hochoffiziell, zumindest in Österreich. Pray for Austria (www.prayforaustria.at) heißt die Webseite, auf der man eine Art Gebetspatenschaft für einen oder gar mehrere Österreichische PolitikerInnen übernehmen kann. Auf dieser Webseite lautet es einleitend:
In einer politisch turbulenten Zeit wollen wir für die Politiker und Politikerinnen Österreichs beten. Wir möchten das Vertrauen und die Hoffnung in Österreich stärken. Wir möchten Gott in die Politik unseres Landes einladen und uns unter seine Führung und seinen Segen stellen.
Die großen Gebetsbewegungen der Geschichte Österreichs zeigen uns: Beten hilft!
Auf der Webseite gibt es dann umfassende Auswahlmenüs, die auch tatsächlich eine Auswahl von Politikern zulassen. Die Auswahlführung ist recht nativ und entsprechend einfach zu bedienen: man kann Parteichefs auswählen, Personen aus dem Nationalrat, dem Expertenkabinett oder den Bundespräsidenten und Landeshauptleute.
[mk_ad]
Ferner gibt man die Häufigkeit an, mit der man für die entsprechenden Politiker betet.
Ist das nun Satire? Nein!
Auf Facebook gibt es mittlerweile Kommentare, die hier an eine Satire glauben. Doch wer nun die Hooligans gegen Satzbau, die Tagespresse oder das Zentrum für Politische Schönheit dahinter vermutet, liegt falsch!

Pray for Austria ist keine Satire, sondern ein ernstes Anliegen. Es gibt bereits Medienberichte über die Webseite (hier) und auch auf der Webseite der Katholischen Presseagentur Österreichs eine ausführlichere Vorstellung von „Pray for Austria“. Dort liest man unter anderem:
Initiatorin der neuen Online-Gebetsplattform ist Hélène Cuenod, eine 45-jährige gebürtige Schweizerin und seit 2002 in Wien als Unternehmensberaterin tätige engagierte Katholikin. Sie möchte mit dieser Initiative aktiv etwas für Österreich tun, wie sie am Dienstag gegenüber „Kathpress“ erklärte
Ebenso erfährt man in dem Pressebericht den Anlass:
Den Anstoß für die Initiative gab laut Cuenod ausgerechnet ein Skandal – der Rücktritt des ehemaligen Vize-Kanzlers Heinz-Christian Strache nach dem bloßstellenden „Ibiza-Video“ Mitte Mai. „Nachdem bekannt wurde, dass uns im September Neuwahlen ins Haus stehen, habe ich den Entschluss gefasst. Ich möchte allen, die politisch eine Verantwortung für Österreich tragen, eine persönliche Unterstützung zukommen lassen, indem für sie oder ihn gebetet wird“
Die Webseite trägt ein ordentliches Impressum und dementsprechent auch eine Kontaktadresse. Über diese Adresse haben wir uns an die Betreiberin gewendet und um weitere Auskünfte zu der Webseite gebeten. Hier die entsprechende Antwort:
Sehr geehrter Herr Wolf,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich hiermit sehr gerne beantworte.
Bei prayforaustria.at handelt es sich um eine privat-initiierte Online-Gebetsinitiative, die von einer breiten Basis aus dem kirchlichen Bereich mitgetragen und unterstützt wird. Zu unseren Partnern und Mitinitiatoren gehören unter anderem das Institut für Ehe und Familie der Österreichischen Bischofskonferenz (www.ief.at), Missio, die Päpstlichen Missionswerken in Österreich (www.missio.at), die Evangelischen Allianz (www.evangelischeallianz.at), die Plattform Christdemokratie (www.christdemokratie.at), die Loretto Gemeinschaft (www.loretto.at) , die Johannesgemeinschaft, einer Gebetsinitiative des Malteser-Ordens (www.jg-online.at) und zahlreiche andere.
Aus der Pressemitteilung erfährt man unter anderem: Mitmachen und mitbeten kann jeder, der sich online registriert. Unter www.prayforaustria.at ganz einfach seinen Vornamen und datengeschützt seine E-Mail-Adresse eintragen und wählen, ob man einen Politiker per Zufallsprinzip zugeordnet haben möchte, oder man kann jemanden bewusst aussuchen. Daraufhin bekommt man eine Bestätigung und kann dann für einen vorher selbst definierten Zeitrahmen für diejenige oder denjenigen beten.
Obwohl die Seite erst ab 9.7.2019 offiziell gelauncht wird, haben sich innerhalb der vergangenen Tage schon mehr als 100 Personen registriert, die bereits jetzt aktiv für Politiker beten. Hélène Cuenod dazu: „Das zeigt mir, dass wir absolut den Nerv der Zeit getroffen haben. Ich gehe davon aus, dass noch Hunderte Menschen dazukommen, sobald die Seite offiziell gestartet ist. Mein Ziel ist es, dass es eine kraftvolle Gebetsbewegung wird, die Österreich bis zu den Nationalratswahlen im September und vor allem alle Politiker des Landes stärkt und positiv trägt.“
https://www.facebook.com/missio.at/posts/2764814713547714?__tn__=C-R
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:
📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.
Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!
* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!
Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

