Betrogen nach Handy-Verkauf

Janine Moorees, 22. September 2017

Bremen – Die Ermittler des Fachkommissariats für Betrugsdelikte registrierten seit den Sommermonaten vermehrt Betrügereien nach Handy-Verkäufen über Internetplattformen.

Sie kamen einer neuen Masche auf der Spur: Die späteren Opfer inserierten jeweils in einem Kleinanzeigen-Portal ein hochwertiges Mobiltelefon zum Verkauf. Die Preisvorstellungen lagen immer zwischen 500 und 600 Euro. Die jeweiligen Verkäufer und der Käufer vereinbarten dann eine Zahlung per PayPal. Die Übergabe des jeweiligen Gerätes fand -nach getätigter Überweisung- noch am selben Tag an verschiedenen Orten in Bremen statt.



Am nächsten Tag stellten die Telefonverkäufer fest, dass der Betrag zurück gebucht wurde. Dies war dem eigentlichen Kontoinhaber aufgrund einer missbräuchlichen Nutzung seines PayPal Kontos möglich. Bei den bislang in Bremen bekannt gewordenen Fällen wurden immer unterschiedliche PayPal-Konten benutzt. Auch der verwendete Name des Verkäufers war immer unterschiedlich und wurde meist dem Namen des eigentlichen PayPal-Konto-Inhabers angepasst oder es wurde darauf verwiesen, dass die Überweisung beispielsweise vom Konto der Mutter oder eines Kumpels getätigt wurde.
Über den Abholer der Mobiltelefone wurde in drei Fällen gesagt, dass es sich um einen Arbeitskollegen handelte. Die Ermittlungen in allen Fällen zu dieser speziellen Betrugsmasche dauern an. Hinweise zu Verdächtigen nimmt der Kriminaldauerdienst der Polizei Bremen unter der Rufnummer 0421/362-3888 entgegen.
Quelle: Polizei Bremen


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