Offenbar um ihren Unmut über die Verlegung in eine andere Unterkunft kundzutun, rannten am Mittwochabend zwei noch unbekannte Asylbewerber vom Rastplatz der Bundesstraße 35 bei Heidelsheim auf die Straße und bildeten eine Sitzblockade, die mehrere Fahrzeuge zu Vollbremsungen veranlasste.

Drei Handwerker aus einem der an der Weiterfahrt behinderten Fahrzeuge gingen daraufhin laut Zeugenaussagen drohend mit „schwerem Gerät“, unter anderem mit Eisenstangen und Nagelschussgeräten, auf die Flüchtlinge los und sollen auch mit dem gasbetriebenen und durchaus gefährlichen Nagelschussgerät in Richtung der Flüchtlinge gezielt haben.

Beim Eintreffen der alarmierten Polizei waren beide Parteien schon verschwunden, stattdessen wurden 20 vorwiegend aus Syrien, dem Irak und Eritrea stammenden Flüchtlinge am Parkplatz der Raststätte angetroffen und Holzstöcke sichergestellt werden.

Der Pkw mit den drei Handwerkern konnte im Zuge der Fahndungsmaßnahmen von Streifen des Polizeireviers Philippsburg und Germersheim nahe der Rheinbrücke auf Pfälzer Seite festgestellt und angehalten werden.

Bei der Nachschau stellten die Beamten auch die offenbar eingesetzten Nagelschussgeräte sicher. Die Insassen sind 33, 36 und 50 Jahre alt, in Rheinland-Pfalz ansässig und gehen dem Dachdeckergewerbe nach.

Bei der Prüfung der Schussapparate stellte sich heraus, dass aufgrund der vorhandenen Sicherungseinrichtungen das Abschießen von Nägeln nur mit entsprechendem Gegendruck einer Unterlage funktioniert. Weitere Ermittlungen, so auch zu den Blockierern, dauern derzeit noch an. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.


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Bei der Sitzblockade handelt es sich bereits um den zweiten Versuch der in der Gemeinschaftsunterkunft Oberhausen-Rheinhausen untergekommenen Asylbewerber. Die Flüchtlinge äußerten auf diese Weise friedlich ihren Unmut über die Verlegung von der inzwischen geschlossenen Unterkunft in Heidelsheim nach Oberhausen-Rheinhausen.

Quelle: Presseportal


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