Seit 2 Tagen bekommen wir immer wieder die Anfrage, ob es sich bei dem Plakat in Landau mit dem Titel “Sind pflegebedürftige Menschen in Landau wirklich nicht erwünscht?” um einen Fake / Fotomontage handelt – oder nicht!
Es geht um dieses Plakat / Foto sowie Statusbeitrag auf Facebook:
Der dazugehörige Statusbeitrag:
Bis dato gab es keinerlei Informationen im Netz zu diesem Plakat.
So versuchten wir mit diverse Methoden in einem Bildbearbeitungsprogramm herauszufinden, ob das Bild manipuliert wurde oder nicht.
Rasch war uns klar, dass es sich um keine Manipulation handelt, auch wenn das Plakat den Anschein mache, als sei es mit einer Power-Point Präsentation erstellt worden.
Sicher ist sicher.
Da ZDDK / mimikama in Landau keinen Außendienstreporter hat, der sich von diesem Plakat selbst überzeugen kann, haben wir direkt mit dem HAUS DOMINIK in Landau Kontakt aufgenommen.
Nach unserer Anfrage wollte uns die Dame am Telefon keine Stellungnahme dazu abgeben.
“Es würde die Geschäftsführung über unseren Anruf und Anliegen informiert werden”
…hieß es- und wir bekämen einen Rückruf.
Leider haben wir innerhalb der letzten 24 Stunden keinen Rückruf erhalten.
Soeben wurden wir aber fündig!
Die Landauer Neue Presse hat auf Ihrer Webseite einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. In diesem heißt es:
“Landau: Dieses Plakat lässt bizarren Nachbarschaftsstreit eskalieren. Pflege-Unternehmer Hans Buchban kontra Stadtverwaltung, kontra Bürgermeister Dr. Helmut Steininger, kontra seine Nachbarn – dieser Streit elektrisiert die Stadt Landau, inklusive Entrüstungsstürmen in sozialen Netzwerken und Telefonterror.”
Dort zu sehen ist auch das Plakat aus einer anderen Perspektive:
Screenshot: Landauer Neue Presse | Foto: Thomas Maile
sowie
Darum geht es: Hans Buchban betreibt am Ende einer Sackgasse in Landau in einem ehemaligen Wohnhaus die Pflegeeinrichtung „Haus Dominik“ mit fünf Bewohnerzimmern. Die Folge: Der Wendehammer, Nachbargaragen und Wege waren oft komplett zugeparkt. Die Stadt hat deshalb direkt vor dem Haus ein eingeschränktes Parkverbot erlassen.
und
Nachbar: „Erstunken und erlogen“
Auch ein Nachbar wird auf dem Plakat angegriffen. Ihm wird vorgeworfen, gefordert zu haben, die Fenster des Heims zuzukleben, damit er die Pflegebedürftigen nicht mehr sehen müsse. Sein Haus ist auf dem Plakat mit einem Pfeil markiert. „Das ist erstunken und erlogen“, sagt der Betroffene. Vor ungefähr zwei Jahren seien die Gardinen eines der Bewohnerzimmer offen gestanden und Kinder am Gartenzaun hätten feixend auf eine zu sehende, halbnackte Person gezeigt. Er habe deshalb eine der Schwestern darauf hingewiesen.
Der Nachbar erzählt im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse auch, dass schon am Samstagabend die ersten Fremden in der Straße gewesen seien, das Plakat sowie sein Haus fotografiert hätten und schließlich mit erhobener Faust vorbeigelaufen seien. Der Mann hat inzwischen seinen Anwalt eingeschaltet und wird Buchban anzeigen.
Den ganzen Artikel zu diesem Thema kann man hier nachlesen: Landau: Dieses Plakat lässt bizarren Nachbarschaftsstreit eskalieren
Das Plakat das auf Facebook die Runde macht ist also kein Fake / keine Manipulation, die Geschichte dahinter jedoch anscheinend etwas anders, als auf dem Plakat dargestellt.
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)




