Tipps der Verbraucherzentrale Sachsen zum besseren Schutz der eigenen Daten.

Smartphones sind wahre Alleskönner und bei vielen Kontaktbuch, Terminkalender, Überweisungsautomat, Fotogalerie, Musikbibliothek und Spielesammlung in einem.

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Mit ihnen wird navigiert, online geshoppt oder auf Social Media-Plattformen gesurft. Ob und wie dabei die eigenen Daten geschützt sind, ist für viele Nutzer Neuland oder Nebensache. Schließlich habe man ja nichts zu verbergen.

„Aber würde man wirklich jeder Person das eigene Smartphone mit Zugriff auf private Bilder, Videos, Adressbücher, Telefonnummern oder Nachrichten frei überlassen?“, gibt Janine Hartmann von der Verbraucherzentrale Sachsen zu bedenken.

Mit ein paar Klicks können die eigenen Daten besser vor dem Zugriff von Dritten und Datendieben geschützt werden:

Sperrbildschirm aktivieren

Bleibt das Smartphone unbeaufsichtigt liegen, verhindert die Bildschirmsperre den Zugriff. Als mögliche Sperrmethoden gibt es den PIN, das Muster und Passwort oder den Fingerabdruck.  Bei einem PIN oder Passwort sollte man unbedingt auf einfache oder gängige Zahlenkombinationen wie „1234“ oder „1111“ verzichten.

Stattdessen sollten Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen verwendet werden. Bei einer Mustersperre kann man ein eigenes Muster einstellen. Aber Vorsicht: Auf dem Display bleiben sichtbare Spuren durch Fingerabdrücke. Sicherer sind da gute Passwörter oder der eigene Fingerabdruck.

WLAN, Bluetooth und Standortdienste ausschalten

WLAN und Bluetooth sollte man ausschalten, wenn man es nicht nutzt. So wird verhindert, dass sich Datendiebe über öffentliche WLAN Hot-Spots oder ungesicherte Bluetooth-Verbindungen Zugang zum Smartphone verschaffen

Auch die GPS-Funktion sollte grundsätzlich ausgeschaltet sein, da sie den eigenen Standort übermittelt. „Das passiert übrigens auch, wenn man gerade keine App nutzt, für die die GPS-Funktion notwendig ist. Ist die GPS-Funktion aktiviert, wird ständig ein Bewegungsprofil erstellt, das so einiges über den Tagesablauf oder den Arbeits- und Wohnort des Besitzers verrät“, weiß Hartmann.


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Zugriffsrechte von Apps kontrollieren

Wenn man nicht möchte, dass die Apps alle möglichen Daten sammeln, kann man die von ihnen gespeicherten Daten löschen.

Das schafft mehr Speicherplatz. Allerdings löscht man damit auch Spielstände und eventuell bereits vorgenommene Einstellungen. Gegebenenfalls lässt sich auch der Zugriff der Apps auf persönliche Daten sperren.

Softwareupdates automatisch installieren

Aktiviert man die automatischen Softwareupdates, können damit auch Sicherheitsupdates nach dem Erscheinen unmittelbar auf dem Gerät installiert werden.

Virenschutz einrichten und regelmäßig aktualisieren

Genauso wie beim heimischen PC, ist auch beim Smartphone ein Virenschutz zu empfehlen, der regelmäßig aktualisiert werden sollte. „Smartphones sind beim Surfen im Netz oder Öffnen von E-Mail-Anhängen genauso anfällig, wie jeder andere PC“, erklärt Hartmann.

Bei Android-Geräten sind zudem noch folgende Einstellungen möglich:

Daten verschlüsseln

Die  Datenverschlüsselung ermöglicht es, dass persönliche Daten wie Musik, Videos oder Bilder auch dann mit einem gesonderten PIN oder Passwort gesichert sind, wenn die Bildschirmsperre überwunden wurde.

Privaten Modus nutzen

Möchte man nur bestimmte Daten – wie Bilder, Videos oder eigene Dateien – vor dem fremden Zugriff schützen, kann man den privaten Modus einrichten und nutzen.

TIPP! In der Reihe „Let’s setup together“ auf dem Youtube-Kanal der Verbraucherzentrale Sachsen werden anhand einer Schritt für Schritt-Anleitung die wichtigsten Sicherheitseinstellungen an unterschiedlichen Smartphone-Modellen gezeigt.


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