Der Verlust oder Diebstahl von Debitkarten kann weitreichende Folgen haben, die über den bloßen Verlust von Bargeld hinausgehen. Neben dem finanziellen Schaden besteht auch die Gefahr des Missbrauchs persönlicher Daten. Wir zeigen Ihnen, welche Schritte Sie unternehmen sollten, um den Schaden zu begrenzen und sich vor weiteren Risiken zu schützen.

Sofortmaßnahmen bei Verlust oder Diebstahl der Kredit- oder Debitkarte

Wenn Ihre Debit- oder Kreditkarte, Ihr Personalausweis oder Ihr Smartphone gestohlen wird, sollten Sie sofort handeln. Hier sind die wichtigsten Schritte, die Sie sofort unternehmen sollten:

  • Lassen Sie die Karte sperren: Rufen Sie sofort die zentrale Sperrnotrufnummer 116 116 (in Deutschland) an, um Ihre Karte sperren zu lassen. In Österreich können Sie Ihre Mastercard unter 0800 – 070 6138 und Ihre VISA Card unter 0800 – 200 288 sperren.
  • KUNO-Sperrung veranlassen: Melden Sie den Verlust Ihrer Debitkarte bei der nächsten Polizeidienststelle, um die Karte für das elektronische Lastschriftverfahren (Zahlung mit Unterschrift) sperren zu lassen. So wird verhindert, dass Diebe mit Ihrer Karte ohne PIN-Eingabe einkaufen können.
  • Passwörter ändern: Wenn Ihr Telefon für den Zugang zu passwortgeschützten Diensten wie Online-Banking oder sozialen Netzwerken verwendet wird, ändern Sie umgehend alle relevanten Passwörter.
  • Behörden informieren: Informieren Sie die ausstellende Behörde über den Verlust Ihres Personalausweises oder Führerscheins, um möglichen Identitätsdiebstahl zu verhindern.

KUNO – Debitkarten für Lastschriften sperren

Beim kontaktlosen Bezahlen oder beim elektronischen Lastschriftverfahren (Bezahlen mit Unterschrift) ist keine PIN-Eingabe erforderlich. Dies ermöglicht es Dieben, auch ohne Kenntnis Ihrer PIN mit Ihrer Karte zu bezahlen. Vor diesem Missbrauch schützt Sie die KUNO-Sperre (in Deutschland).

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Wie funktioniert die KUNO-Sperre?
Die Polizei meldet die Daten Ihrer verlorenen Debitkarte an die Kooperationspartner des Handels. Diese Daten werden dann an alle dem KUNO-Sperrsystem angeschlossenen Geschäfte weitergeleitet. So wird sichergestellt, dass Ihre Karte auch für das Lastschriftverfahren gesperrt wird.

Zusätzliche Sicherheitstipps

  • Bewahren Sie Ihre Karten sicher auf: Bewahren Sie Ihre Zahlungskarten nie zusammen mit Ihrer PIN auf.
  • Achten Sie auf verdächtige Vorgänge: Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge auf ungewöhnliche Transaktionen.
  • Verwenden Sie sichere Passwörter: Verwenden Sie starke, einzigartige Passwörter für Ihre Online-Dienste und ändern Sie diese regelmäßig.

Fragen und Antworten

  1. Was mache ich bei Verlust meiner Debitkarte?
    Rufen Sie sofort die zentrale Sperrnotrufnummer 116 116 (in Deutschland) an, um Ihre Karte sperren zu lassen. In Österreich können Sie Ihre Mastercard unter 0800 – 070 6138 und Ihre VISA Card unter 0800 – 200 288 sperren. Oder rufen Sie umgehend bei Ihrem kartenausgebenden Geldinstitut an. Melden Sie den Verlust Ihrer Bank und der Polizei. Ändern Sie auch die Passwörter Ihrer Online-Services.
  2. Wie kann ich mich gegen Kartenmissbrauch schützen?
    Bewahren Sie Ihre Karten sicher und getrennt von Ihrem PIN-Code auf. Nutzen Sie den Sperr-Notruf, um verlorene oder gestohlene Karten schnell sperren zu lassen. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge auf verdächtige Aktivitäten und melden Sie diese sofort Ihrer Bank.
  3. Was ist eine KUNO-Sperre und warum ist sie wichtig?
    Eine KUNO-Sperre ist in Deutschland möglich und sperrt Ihre Debitkarte für das elektronische Lastschriftverfahren, für das keine PIN erforderlich ist. Dadurch wird verhindert, dass Diebe mit Ihrer Karte einkaufen können. Die Sperrung wird von der Polizei veranlasst und an alle KUNO-Partner im Handel weitergeleitet.
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Fazit

Der Verlust oder Diebstahl von Debitkarten erfordert schnelles und entschlossenes Handeln, um finanziellen Schaden und den Missbrauch persönlicher Daten zu verhindern. Nutzen Sie den Sperrnotruf und in Deutschland auch die KUNO-Sperre, um Ihre Karten zu schützen. Achten Sie auf die sichere Aufbewahrung und regelmäßige Überprüfung Ihrer Konten.

Quelle: polizei-beratung.de

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