In Spanien wurden 15 Schülerinnen und Schüler verurteilt, weil sie Deepfake-Nacktbilder ihrer Mitschülerinnen verbreitet hatten. Diese von künstlicher Intelligenz erstellten Bilder basierten auf Social-Media-Fotos der Opfer und wurden in WhatsApp-Gruppen geteilt. Der Vorfall verdeutlicht den Missbrauch von Bildgeneratoren und die Notwendigkeit von Aufklärung und Schutzmaßnahmen.

Der Fall: Deepfake-Bilder und ihre Folgen

Die spanische Polizei wurde auf den Vorfall aufmerksam, nachdem die Eltern zweier Schülerinnen die Verbreitung gefälschter Nacktbilder gemeldet hatten. Diese Bilder, die in verschiedenen WhatsApp-Gruppen kursierten, lösten bei den betroffenen Mädchen schwere Panikattacken und tiefe Ängste aus. Eine Mutter berichtete Reuters im September 2023, dass sich die Mädchen schämten und Angst hatten, darüber zu sprechen.

Die Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren hatten Fotos ihrer Mitschülerinnen aus sozialen Netzwerken heruntergeladen und die Gesichter mithilfe von KI auf nackte Körper montiert. Dies stellt nicht nur eine Verletzung der Privatsphäre, sondern auch eine schwere Verletzung der moralischen Integrität der Betroffenen dar.

Gerichtliche Konsequenzen

Wie The Guardian berichtet, wurden die minderjährigen Angeklagten in 20 Fällen wegen der Herstellung und Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen verurteilt. Sie erhielten jeweils ein Jahr auf Bewährung. Da Jugendliche in Spanien erst ab 14 Jahren strafmündig sind, wurden die jüngeren Täter zu Schulungen verpflichtet. Diese beinhalten Genderbewusstsein, Gleichberechtigung und den verantwortungsvollen Umgang mit Technologie.

Bessere Sexualerziehung gefordert

Die Malvaluna Asociación, eine feministische Organisation, die die Eltern der Opfer vertritt, bezeichnete den Vorfall als „Weckruf“ für die Gesellschaft. Gegenüber der spanischen Nachrichtenplattform El Diario forderten sie eine bessere Sexualerziehung in den Schulen. Kinder sollten nicht aus Pornos lernen, da dies Sexismus und Gewalt fördere.

Screenshot auf Facebook der Meldung zum Urteil
Screenshot auf Facebook der Meldung zum Urteil

Ähnliche Fälle und prominente Opfer

Gefälschte Nacktbilder, die mit Hilfe von KI erstellt wurden, sind ein wachsendes Problem. Ähnliche Vorfälle wurden bereits von mehreren Schulen in den USA gemeldet. Auch Prominente wie Taylor Swift wurden Opfer solcher Deepfakes.

Fragen und Antworten

Frage: Was sind Deepfake-Nacktbilder?
Antwort: Deepfake-Nacktbilder sind Bilder, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt werden und bei denen die Gesichter von Personen auf fremde nackte Körper montiert werden. Diese Bilder wirken oft täuschend echt und werden häufig ohne Wissen oder Zustimmung der betroffenen Personen erstellt und verbreitet. Diese Form der Bildmanipulation kann schwerwiegende psychische Folgen für die Opfer haben und stellt eine Verletzung der Privatsphäre dar.

Frage: Wie können Eltern und Schulen präventiv gegen den Missbrauch von KI-Bildgeneratoren vorgehen?
Antwort: Eltern und Schulen spielen eine entscheidende Rolle bei der Prävention des Missbrauchs von KI-Bildgeneratoren. Sie sollten Kinder und Jugendliche über die Gefahren und rechtlichen Konsequenzen aufklären. Schulen können Workshops und Trainings zu den Themen digitale Kompetenz und Cybermobbing anbieten. Eltern sollten mit ihren Kindern offene Gespräche über die Nutzung sozialer Medien führen und ihnen die Bedeutung des Schutzes der Privatsphäre vermitteln.

Frage: Welche rechtlichen Konsequenzen drohen bei der Verbreitung von Deepfakes?
Antwort: Die rechtlichen Konsequenzen für die Verbreitung von Deepfakes sind je nach Land und Einzelfall unterschiedlich. In Spanien wurden die betroffenen Schüler zu Bewährungsstrafen und Schulungen verurteilt. Generell können solche Taten mit Geldstrafen, Bewährungsstrafen oder in schweren Fällen mit Haftstrafen geahndet werden. Darüber hinaus können zivilrechtliche Ansprüche des Opfers, einschließlich Schadenersatzforderungen, geltend gemacht werden.

Frage: Welche Unterstützung gibt es für Opfer von Deepfake-Nacktbildern?
Antwort: Opfer von Deepfake-Nacktbildern können verschiedene Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen. In Österreich bieten Organisationen wie „Rat auf Draht“ und „stoppline.at“ Hilfe und Beratung an. Auch psychologische Unterstützung durch Therapeutinnen und Therapeuten kann bei der Bewältigung der emotionalen Folgen hilfreich sein. Schulen und Gemeinden sollten sensibilisiert werden, um Betroffenen rasch und effektiv helfen zu können.

Frage: Wie kann die Gesellschaft das Problem der Deepfake-Nacktbilder langfristig angehen?
Antwort: Langfristig erfordert die Bekämpfung von Deepfake-Nacktbildern eine Kombination aus Bildung, Gesetzgebung und Technologie. Aufklärung über digitale Medienkompetenz und die Gefahren von Deepfakes ist entscheidend. Gesetzliche Maßnahmen sollten verschärft und durchgesetzt werden, um Täter abzuschrecken. Technologische Lösungen, wie verbesserte Methoden zur Erkennung gefälschter Bilder, können ebenfalls dazu beitragen, deren Verbreitung zu verhindern.

Fazit

Der Fall in Spanien verdeutlicht die dringende Notwendigkeit, Jugendliche über die Gefahren und Konsequenzen von Deepfakes aufzuklären. Schulen und Eltern müssen präventiv tätig werden und Opfer unterstützen. Eine verbesserte Sexualerziehung und strenge gesetzliche Regelungen sind notwendig, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Quelle: futurezone.at

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