In Deutschland wurde erstmals ein Virus nachgewiesen, das Gurken befällt. Mindestens 30 bayerische Gurkenbauern sind davon betroffen.
Die Ernte deutscher Gurkenbauern ist in Gefahr. Ein Erreger namens Cucurbit aphid-borne yellows virus (CABYV) infiziert Gurken. Die Blätter färben sich gelb und werfen die Blüten zu früh ab. Die Folge: es können keine Früchte mehr ausgebildet werden.
Leider handelt es sich hierbei um keinen Fake. Wie Laboruntersuchungen zeigen, hat das Virus bereits im vergangenen Jahr die Gewächshäuser von mindestens 30 bayerischen Gurkenbauern befallen und große Teile der Ernte zerstört.
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Offenbar verbreitet sich das Virus durch Blattläuse, die es aufnehmen, wenn sie den Saft einer infizierten Pflanze saugen und geben es dann an das nächste Gewächs weiter.
CABYV wurde erstmals 1992 in Frankreich entdeckt und befällt nicht nur Gurken- sondern auch Zucchini- und Kürbispflanzen. Wie Pflanzenvirologe Wulf Menzel vom Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig, der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen, gegenüber der Süddeutschen erklärt, wurden Proben aus Bayern mit zwei Verfahren untersucht und das Ergebnis war eindeutig.
Virus höchstwahrscheinlich schon länger in Deutschland
Bislang wurde das Virus vorwiegend in Gewächshäusern gefunden. Im Freiland waren jedoch auch vereinzelt Zucchini und Kürbis infiziert. Leider lässt sich das Virus nicht direkt bekämpfen, sondern muss gegen die Blattläuse vorgehen, wie beispielsweise mit Netzen oder Insektiziden. Auch Unkräuter kann CABYV als Zwischenwirt dienen. Der Experte geht davon aus, dass der Erreger bereits seit Längerem in Deutschland weilt, da das Virus in so vielen Betrieben gleichzeitig gefunden wurde.
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Falls der Winter weiterhin so mild bleibe, rechnet das Institut für Pflanzenschutz der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising damit, dass der Erreger „gut über die Runden“ kommen und sich im Sommer wieder ausbreiten könne. Man betont jedoch, dass derartige Vorhersagen auch unzuverlässig seien.
Drastische Preissprünge seien keine zu befürchten – selbst wenn es in Deutschland zu größeren Ernteausfällen kommt. Denn auch die Gurke ist globalisiert und wird in den meisten Fällen aus dem Ausland importiert. Betroffene Bauern leiden aber durch die Folgen des „Gurken-Virus“.
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Weitere Quellen: t-online
Artikelbild: Shutterstock / Von mike_green
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