Die Polizei sucht… DICH!

Erfahre, wie gefälschte Polizei-Postings auf Facebook dein Profil verlinken und Angst schüren. Mimikama bietet Aufklärung und Schutz vor solchen Fake-News

💬Wie erkennt man Facebook-Betrug im Alltag? Antworten finden Sie im Leitfaden Facebook-Betrug.

Du! Ja genau, du! DU wirst von der Polizei gesucht!

Glaubst du nicht! Du fühlst dich sicher, weil du ja nichts verbrochen hast? Du bist nicht etwa zu schnell gefahren? Wie? Du hast gar keinen Führerschein? Bist du also illegal gefahren? Na, wenn das die Polizei erfährt, die dich augenscheinlich öffentlich sucht!

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Diesen Eindruck macht zumindest ein Posting auf Facebook, zu dem wir Anfragen bekamen:

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„ACHTUNG!!!

Die deutsche Polizei sucht seit einigen Tagen einen Simson-Raser, der mit massiv überhöhter Geschwindigkeit mehrere Autos innerorts überhohlte. Er wurde dabei mit 83 km/h (innerorts / 30km/h erlaubt) geblitzt. Hier ist sein Facebook Profil, wenn ihr wisst wo sich diese Person aufhält, würden wir uns freuen, wenn du uns das mitteilst!“

Darunter ist jenes Facebook-Profil verlinkt: https://www.facebook.com/profile.php?id10000023234235

Das bist doch DU… oder?

Ihr ahnt es sicher schon: Dieser eingefügte Link führt immer zum eigenen Profil. Egal, wer den Link klickt: Man sieht immer sich selbst, niemals jemand anderen.

Als Basis dafür dient dieser Link: https://www.facebook.com/profile.php

Nun kann man nach Belieben (und um das Ganze ein wenig authentischer zu machen) mit dem Bindeglied “?=” noch eine Kombination aus Zeichen dahintersetzen. Beispiel: https://www.facebook.com/profile.php?=11droelfundso. Es ist im Grunde vollkommen egal, was man da anführt: Wer klickt, landet immer auf dem eigenen Profil.

Damit lassen sich natürlich allerlei Scherze gestalten. Angefangen von harmlosen „Diese Person ist mir sehr wichtig, das sollen alle sehen” bis hin zu bösen Behauptungen… und eben auch scherzhaft gemeinte Fahndungen wie oben, die aber leider von unerfahrenen Nutzern sehr ernst genommen werden.

Fazit: Cool bleiben!

Nicht gleich ausflippen, nicht direkt empören, sondern zunächst vergleichen: Stimmt der gepostete Link mit dem Link des eigenen Profils überein? Diese Adresse bekommt man angezeigt, wenn man das eigene Profil auf Facebook anklickt. Wenn dieser Link NICHT mit dem angegebenen Link im Text übereinstimmt, so hat man es mit diesem Scherzlink zu tun und kann sich sicher sein, dass man nicht gemeint ist.

Ferner: Wer selbst diesen Link in einen Scherz einbaut, muss damit rechnen, dass nicht alle Menschen den Scherz verstehen. Je nachdem, wie dramatisch so ein Text aufgebaut ist, können sich andere Menschen angegriffen und sogar verleumdet fühlen, was dann natürlich Konsequenzen mit sich bringen kann.

Artikelbild: Shutterstock / Von ILYA AKINSHIN

2017 berichteten wir schon einmal von einem ähnlichen Posting:


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