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„Einmal Drehspieß im Fladenbrot mit allem und scharf“- so bestellt man in Weimar zukünftig seinen Döner.
Das Thüringer Lebensmittelüberwachungsamt hat beschlossen, dass in Weimar der Döner ab jetzt „Drehspieß im Fladenbrot“ genannt werden muss. Behördenirrsinn oder gerechtfertigter Einwand?
Anlass dazu war, dass die Lebensmittelbehörde festgestellt hat, dass die Zutaten des Weimarer Döners nicht denen eines Original-Döners entsprechen. Stern.de berichtet, dass laut Lebensmittelbuch folgende Zutaten in einen Döner gehören: Schaf oder Rind, dazu Hack, Salz, Eier, Gewürze, Öl, Zwiebel, Milch und Joghurt. Seit 1997 sind diese Ingredienzen in den „Leitsätzen für Fleisch- und Fleischerzeugnisse“ festgelegt.
Da viele Imbisse ihr Fleisch von Großhändlern beziehen, die Geschmacksverstärker hinzufügen, sei dies laut Lebensmittelbehörde eben kein Döner mehr.
Die Kunden störe das nicht, bei den Imbissbetreibern sieht die Sache schon anders aus. Ein Imbiss-Inhaber in Weimar äußerte gegenüber dem MDR Bedenken, dass er diese Änderung nicht gut fände. Laut ihm wissen alle deutschen Kunden, dass es Döner heißt. Jedoch muss er nun jedes Mal erklären, dass ein Drehspieß das Gleiche ist, und wegen des Deutschen Amts nun Drehspieß genannt werden muss. Auch die Änderung der Menü-Tafeln in seinem Imbiss seien kostspielig. Er rechnet mit einigen Tausend Euro.
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