Dubiose Streaming-Plattform „frogplay. de“ verschickt Inkassodrohung

Erfahren Sie, wie dubiose Streaming-Plattformen wie frogplay.de Nutzer mit Inkassodrohungen unter Druck setzen. Wichtige Infos auf Mimikama finden

Seit einiger Zeit schießen dubiose Streaming-Plattformen wie Pilze aus dem Boden. Dabei haben sie alle das gleiche Design und wollen nur eines: mittels einer Registrierung Geld vom Nutzer verlangen!

Dies geht soweit, dass Nutzer Emails mit einer Pfändungsdrohung erhalten:

Screenshot Anfrage / mimikama.org
Screenshot Anfrage / mimikama.org

 

Der Faktencheck

Sieht man sich die Webseite genauer an, erinnert sie sofort an viele weitere dubiose Streaming-Plattformen, über die unser Kooperationspartner Watchlist Internet in den letzten Monaten bereits des Öfteren berichtet hatte.

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen
Screenshot by mimikama.org
Screenshot by mimikama.org

Der Inhalt der Webseite sowie jener der Email decken sich ebenfalls mit früheren Versionen. Lediglich beim Logo hatte hier wohl jemand geschlampt, denn normalerweise sieht man statt „LOGO1“ und „LOGO2“ den vorübergehenden Plattform-Namen – in diesem Fall wäre das „frogplay“.

Muss ich der E-Mail-Forderung wirklich nachkommen?

Nein, denn es kommt kein gültiger Vertrag zustande. Die Watchlist Internet schreibt in einem aktuellem Fall:

Erfahrungsberichten zufolge stoßen viele Opfer des Betrugs zuerst auf kkiste. su, wo aktuelle Filme durchstöbert und angeblich kostenfrei angesehen werden können. Wenn Sie hier einen Film auswählen, startet der Stream, bricht nach wenigen Sekunden ab und Sie werden aufgefordert einen Account zu kreieren und Ihre persönlichen Daten anzugeben.

Ein Kostenhinweis ist hier nirgendwo zu finden. Nach der Anmeldung werden Sie erstmals enttäuscht, denn Filme können Sie trotzdem keine ansehen. Was darauf folgt, ist nicht weniger ärgerlich …

Auf frogplay. de findet man ebenfalls keinen Kostenhinweis, jedoch wird der Dienst auch nicht als kostenfrei beworben. Eine Registrierung auf der Seite sieht folgendermaßen aus:

Screenshot by mimikama.org
Screenshot by mimikama.org

Voraussetzungen für einen gültigen Vertrag wären ein transparenter Anbieter, der offensichtlich über anfallende Kosten informiert.

Zusätzlich muss die Schaltfläche, die zu einer entgeltlichen Vereinbarung führt, mit einem eindeutigen Kostenhinweis, wie zum Beispiel „Zahlungspflichtig bestellen“, beschriftet sein.

Auch bei frogplay. de fehlen beide Hinweise. Dass es sich um einen Dienst handelt, der nach 5 Tagen kostenpflichtig wird, lässt sich nur unter dem Punkt Nutzungsbedingungen in englischer Sprache finden:

Screenshot by mimikama.org
Screenshot by mimikama.org

Anmerkung: Tobiflix. de ändert nach einiger Zeit die Bestellseite, sodass für Besucher/innen der Endruck entstehen könnte, dass die Mediabay Europe Ltd den gesetzlichen Vorgaben entspricht, und es einen Kostenhinweis sowie eine richtig beschriftete Schaltfläche gibt. An der rechtlichen Beurteilung des Sachverhalts ändert das jedoch nichts. Für Konsument/innen gibt es keine Zahlungspflicht!

Dies könnte eventuell auch auf frogplay. de zutreffen.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Wenn Sie Opfer dieser Abo-Falle geworden sind, besteht kein Grund zur Sorge, denn es kommt kein gültiger Vertrag zustande. Befolgen Sie diese Schritte und lassen Sie sich nicht einschüchtern!

  • Bezahlen Sie die Rechnungen nicht! Dazu besteht kein Grund.
  • Ignorieren Sie alle Rechnungen und Zusendungen in der Sache.
  • Gehen Sie ans Ende der Nachrichten und klicken Sie auf *Unsubscribe* oder *um den Newsletter abzumelden, klicken Sie bitte hier*. Womöglich führt dies dazu, dass Sie keine weiteren Rechnungen erhalten.
  • Verschieben Sie die Nachrichten in Ihren Spam- oder Junk- Ordner. Dies kann dazu führen, dass Ihr Mail-Programm weitere Zahlungsaufforderungen der Kriminellen direkt ausfiltert.
  • Erfahrungsgemäß können Sie auch Anrufe in dieser Sache erhalten. Beenden Sie das Gespräch sofort, ignorieren Sie weitere Anrufe und blockieren Sie die Nummer.

Inkasso- und Pfändungsandrohungen?

Womöglich erhalten Sie in weiterer Folge nicht nur Mahnungen, sondern auch Inkasso- oder Pfändungsandrohungen. Auch diese Nachrichten können Sie getrost ignorieren, denn die Eintreibungsunternehmen existieren nicht und die Pfändungstermine werden massenhaft versendet und nicht eingehalten.

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