Die Behauptung
Elon Musk habe davor gewarnt, dass eine Milliarde Menschen 2027 sterben könnten. In längeren Versionen sagt er angeblich, KI verbrauche das Wasser der Menschheit und könne bis 2030 Milliarden Menschen töten.
Aufgestellt von: Facebook / Full Fact / Forbes
Faktencheck: Falsch
Falsch. Das Video verwendet echtes Material eines Forbes-Interviews, aber die entscheidenden Aussagen wurden künstlich hinzugefügt. Musk sprach im Original weder von einer solchen Wasserkrise noch empfahl er die Kryptowährung USWR.
Die Aufnahmen von Elon Musk sind tatsächlich echt. Sie stammen aus einem rund 26-minütigen Interview, das Forbes am 18. Mai 2026 veröffentlichte. Doch die Aussagen über Wasserknappheit und Milliarden Tote kommen darin nicht vor. Musk spricht im Original unter anderem über den Rechtsstreit mit OpenAI, künstliche Intelligenz, SpaceX und andere Technologieprojekte.
Full Fact verglich das verbreitete Video mit der Originalaufnahme und kommt zu dem Ergebnis, dass der Ton künstlich verändert wurde. Wahrscheinlich wurde eine geklonte Musk-Stimme mit einer KI-gestützten Anpassung der Lippenbewegungen kombiniert. Im manipulierten Clip sind außerdem eine zusätzliche Musikspur und Unterschiede bei der Raumakustik hörbar.
Auch die Krypto-Empfehlung ist gefälscht
In längeren Fassungen wird die Geschichte weitergeführt: Musk behauptet dort angeblich, künstliche Intelligenz verbrauche so viel Wasser, dass Milliarden Menschen sterben könnten. Anschließend scheint er eine Investition in „USWR“ zu empfehlen. Auch diese Passage existiert im Forbes-Original nicht.
USWR steht hier für den Krypto-Token „United States Water Reserve“. Coinbase führt für den betreffenden Token eine Informationsseite auf der Solana-Blockchain, weist allerdings darauf hin, dass er auf Coinbase selbst nicht handelbar ist. Die in einem der Facebook-Posts veröffentlichte Vertragsadresse 4D8qUHm334fxqeTauPvF8gQ7fYgrD4Mpmb1Wy6ftUSWR entspricht der bei Coinbase angegebenen Adresse.
Der Vergleich mit dem vollständigen Interview ist in diesem Fall eindeutig: Das Bildmaterial wurde aus einer echten Aufnahme übernommen, die entscheidenden Aussagen wurden jedoch nachträglich erzeugt. Eine echte Videoaufnahme eines Prominenten ist daher noch kein Beleg dafür, dass auch die darin zu hörende Stimme und Botschaft authentisch sind.
Quellen
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
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