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Energie sparen: Thermostatventil und sparsame Heizungsregler können den Verbrauch senken

Die Zeit ist reif für dringende Veränderungen: Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bremen informiert, wo am meisten Energie eingespart werden kann – in Eigenleistung und ohne große Investitionen. Dieser Tipp widmet sich dem Thema Heizen.

Claudia Spiess,

Es gibt eine Vielzahl von Maßnahmen, um Energie im Haushalt einzusparen.

„Die höchsten Energieverbräuche und -kosten entstehen in privaten Haushalten beim Heizen.“

Raymond Krieger, Energieberater für die Verbraucherzentrale Bremen

Rund 70 Prozent der Endenergie wird zur Erwärmung des Wohnraums genutzt. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale fasst die wichtigsten Tipps zum Thema Heizen zusammen und ordnet sie in ihrer Effektivität ein.

1. Sparen mit dem richtigen Dreh

Eine der wirksamsten Maßnahmen ist, das Thermostatventil runterzudrehen: Die Thermostateinstellung bestimmt die Raumtemperatur. Die einzelnen Stufen stehen für folgende Raumtemperaturen:

  • 5 = 28°C
  • 4 = 24°C
  • 3 = 20°C
  • 2 = 16°C
  • 1 = 12°C
  • * = 6°C („Frostwächter“)
  • 0 = AUS (nicht bei allen vorhanden)

Was bringt das Pulli tragen?

Liegt die Innentemperatur zum Beispiel bei 24 Grad Celsius, während die Außentemperatur im Mittel der Heizsaison 5 Grad Celsius beträgt, besteht eine Differenz von 19 Grad Celsius.

  • Wird die Temperatur beispielsweise von 24 Grad Celsius auf 20 Grad Celsius gesenkt, sinkt der Verbrauch um etwa 20 Prozent.

Risiken und Nebenwirkungen des Drehs am Thermostatventil

Ein Nachteil ist die weniger kuschelige Raumtemperatur, und die Einsparung erfolgt lediglich im runtergeregelten Raum.

„Um wirklich den entsprechenden Anteil von der Jahresrechnung zu sparen, müssten alle beheizten Räume in der gesamten Heizsaison entsprechend weniger beheizt werden. Die Energieverluste, zum Beispiel durch den Schornstein, Kessel und durch Rohre im Unbeheizten, ändern sich aber kaum, wenn die Raumtemperaturen gesenkt werden. Deshalb fällt die Ersparnis etwas geringer aus.“

Raymond Krieger, Energieberater für die Verbraucherzentrale Bremen

Bei hoher Raumluftfeuchte muss unbedingt gelüftet werden, damit kein Schimmelpilz entsteht: Ein Hygrometer ist ratsam, um die Luftfeuchtigkeit kontrollieren zu können. Zudem sollten bei unterschiedlich beheizten Räumen die Innentüren geschlossen bleiben. Andernfalls heizt der Raum mit der höchsten Thermostateinstellung die restlichen Räume mit und der Einspareffekt wird sehr klein.

2. Sparsame Heizungsregelung

Die Regelung am Heizkessel bietet einige Optionen, um den Verbrauch zu reduzieren:

  • Die Heizzeiten knapper einstellen: So wird nur geheizt, wenn jemand zu Hause ist.
  • Um Heizenergie zu sparen, kann die Vorlauftemperatur der Heizung in der Nacht bzw. bei längerer Abwesenheit am Tag reduziert werden oder der Kessel ganz abgestellt werden.
  • Ein letzter Tipp: Senken Sie die Heizgrenztemperatur. Sie bestimmt, ab welcher Außentemperatur die Heizung anspringt.

Was bringt die Heizungsregelung?

Die Spannbreite der Einsparung ist hier groß. Ist die Regelung der Heizung bereits optimiert, ist keine weitere Einsparung möglich. Die Erfahrungen aus über vierzig Jahren Energieberatung der Verbraucherzentrale und über einige Tausend Heizungsberatungen im Jahr zeigen, dass Heizungen nur selten optimiert sind. Bei einer schlecht eingestellten Heizung in einem ungedämmten Haus sind Einsparungen bis zu 15 Prozent möglich.

Risiken und Nebenwirkung der geänderten Heizungsregelung

Werden Heizzeiten knapper bemessen, geht der Komfort außerhalb dieser Zeiten zurück. Das heißt: Startet die Heizung laut Regelung um 17 Uhr, ist das Haus für Bewohner:innen, die um 16 Uhr nach Hause kommen, vielleicht noch kühl.

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Quelle: Verbraucherzentrale
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