Können chemische Zusätze im Heizungswasser Energie einsparen?

Hersteller von Zusätzen oder Flüssigkeiten, die das Heizungswasser vollständig ersetzen sollen, versprechen mitunter enorme Energieeinsparungen. Kann das stimmen? „In den allermeisten Heizungsanlagen sind chemische Zusätze oder Ersatzflüssigkeiten unnötig, und Energie wird damit auch nicht eingespart“, sagt Tina Götsch, Expertin der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Hinzu kommt: Solche Wundermittel sind meist teuer. So müssen Eigentümer:innen eines Einfamilienhauses in der Regel mit einem vierstelligen Betrag für die Zusätze rechnen. Und das bei zweifelhaftem Nutzen.

Maßgeblich für den Energieverbrauch beim Heizen sind der Wärmeverlust des Gebäudes und die Temperaturen in der Heizungsanlage. Die Wärmeverluste der Heizungsanlage lassen sich niedrig halten, indem man die Temperaturen begrenzt und die Heizungsrohre gut dämmt. Bei Öl- und Gaskesseln spielt außerdem die Abwärme über den Schornstein eine Rolle. Welche Flüssigkeit im Heizkörper zirkuliert, ist dabei egal. 

Energieexpertin Tina Götsch rät: „Wer Energie sparen will, sollte einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen und die Vorlauftemperatur der Heizung dem Wärmebedarf entsprechend absenken.“

Spart ein Sparduschkopf wirklich warmes Wasser ein?

Etwa 15 Prozent der Energiekosten eines Haushaltes gehen auf die Bereitung von Warmwasser. Das meiste davon wird zum Baden oder Duschen benötigt.

Ein Sparduschkopf reduziert tatsächlich den Warmwasserverbrauch. Je nach Modell und Wasserdruck kann die Durchflussmenge um die Hälfte reduziert werden. Bei herkömmlichen Duschköpfen fließen etwa zehn bis 15 Liter Wasser pro Minute. Wellness- oder Regenduschen befördern sogar bis zu 20 Liter in der Minute in den Abfluss.

Tina Götsch: „Obwohl nur sechs bis sieben Liter Wasser pro Minute verbraucht werden, kann das Duschen mit dem Sparduschkopf genauso angenehm und das Strahlbild erhalten bleiben. Zum Einsatz kommen dafür verschiedene Techniken. Dazu gehört die Verwendung spezieller Düsen oder die Beimengung von Luft zum Wasserstrahl.“

Wer zusätzlich sein Verhalten ändert und nur kurz duscht, statt ausgiebig zu baden, kann den Warmwasserverbrauch zusätzlich reduzieren. Denn: Eine normale Badewanne fasst etwa 140 Liter Wasser. Ein handelsüblicher Duschkopf hat einen Wasserdurchfluss von zehn bis 15 Litern pro Minute. Läuft die Dusche also weniger als neun Minuten, verbraucht eine Dusche weniger Wasser als ein Bad.

Bei Fragen zu weiteren Energiesparmythen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder bundesweit kostenfrei unter 0800 – 809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Quelle:

Verbraucherzentrale

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